WirVsVirus: Wie wird aus „gut gemeint“ nun „gut gemacht“?

Innerhalb weniger Tage haben sich in Deutschland 42.000 Helfer für eine digitale Freiwilligenarmee gemeldet, um gegen die Corona-Krise und COVID-19 zu kämpfen. Über Chancen und Risiken eines beeindruckenden Projekts.

Einmal Guinness-Buch bitte: Dass sich innerhalb weniger Tage mehr als 40.000 Programmierer, Designer, Produktentwickler und Tester zum größten Hackathon der Welt (#wirvsvirus) zusammenfinden, um gemeinsam Lösungen gegen eine erst vor wenigen Wochen begonnene Krise zu finden – das hat die Welt in der Tat noch nicht gesehen. Kein Stadion und keine Messehallen waren dafür nötig, denn alle Beteiligten saßen allein oder zu zweit in ihren Büros oder Wohnungen.

WirVsVirus - der Hackathon der Bundesregierung
© wirvsvirushackathon.org
#WirVsVirus - der Hackathon der Bundesregierung

WirVsVirus: 48 Stunden, 800 Herausforderungen, ca. 1500 Projektansätze

Ein Hackathon (eine schöpferische Wortkreuzung aus „Hacken“ und „Marathon“) ist eine zeitlich begrenzte Veranstaltung, in deren Rahmen sich die Teilnehmer ausführlich mit einem oder mehreren Problemen beschäftigen, Lösungs- und unter Umständen auch Produktansätze entwickeln. 48 Stunden standen den Teilnehmern beim Start des Hackathons – #wirvsvirus am 20. März zur Verfügung, um sich mit den 800 vorab definierten Herausforderungen zu beschäftigen. Dabei ging es um die Unterstützung der medizinischen Einrichtungen mit Material und Informationen genauso wie um Fragen der Lebensmittelversorgung oder des Umgangs miteinander in den Zeiten der Krise.

Im Ergebnis entstanden fast 1.500 Projektansätze. Gemeinsam ist vielen dieser Ansätze, dass sie neben der Begeisterung für ein bestimmtes Thema oft eine deutliche fachliche Unkenntnis zu einem oder mehreren Teilaspekten des Projekts widerspiegeln.

Genau diesen „Makel“ jedoch nimmt ein Hackathon in Kauf. Er ist ein Auftakt: Es geht um Ansätze und darum, dass die gefundenen Umsetzungsprobleme, Grenzen, Mängel und Informationsdefizite ins Verhältnis gesetzt werden zu Lösungsideen und Informationen, die man sich im Verlauf des Hackathons von erreichbaren Experten vielleicht organisiert hat. Es ist nicht nur der „Blick von draußen“ der für unlösbar erscheinende Probleme möglicherweise einen Lösungsweg aufzeigen kann; es ist vor allem auch das Zusammenwirken von Leuten in einem Netzwerk, die in bestehenden Strukturen vielleicht schwer oder überhaupt nicht zusammenkommen.

Sie haben Fragen zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur?

Wir beraten und unterstützen Sie gerne!

Der Schlüssel zum nachhaltigen Erfolg von WirVsVirus

Und hier liegt der Schlüssel zum nachhaltigen Erfolg des wirvsvirus-Hackathons: Damit Lösungen entstehen, die möglichst kurzfristig und idealerweise nachhaltig dazu führen, dass Patienten besser geholfen, medizinisches Personal besser geschützt und unterstützt werden kann, müssen die entstandenen Teams – parallel zu ihren sonstigen beruflichen und privaten Verpflichtungen – weiter gemeinsam agieren und entweder ihr Zusammenwirken verstetigen oder schnell einen Reifegrad des Projekts erreichen, an dem man es zur Umsetzung an eine professionelle Struktur – z.B. einen Hersteller – übergeben kann.

Für uns dominieren beim Blick auf wirvsvirus zwei Aspekte, die uns zu einer sehr konkreten Schlussfolgerung führen:

Erster Aspekt

Der Hackathon der Bundesregierung ist ein imposantes Zeichen der Solidarität und des Willens vieler vornehmlich junger Menschen, Verantwortung zu übernehmen und aktiv an der Lösung der Corona-Krise mitzuwirken.

Zweiter Aspekt

Der April 2020 wird zeigen, wieviel Spreu und wieviel Weizen der größte Hackathon der Welt hervorgebracht hat.

#wirvsvirus – Unsere Schlussfolgerung

Wenn Menschen erfolgreich neue Lösungen entwickeln und einführen wollen, benötigen sie Austausch – idealerweise kontinuierlich. Deshalb haben wir eine Plattform für den aktiven Austausch zu dem Thema ins Leben gerufen, das uns wichtig ist – der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Das Forum soll allen Interessierten die Möglichkeit bieten, zu diesem Thema zu fragen und zu antworten, Kenntnisse und Erfahrungen zu teilen sowie auf Lösungen und Wissensquellen hinzuweisen.

Digitalisierung im Gesundheitswesen: bleiben Sie mit unserem Newsletter immer auf dem Laufenden!

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