Linkschau Digitales Gesundheitswesen #9

Linkschau Digitales Gesundheitswesen
In unserer Linkschau tragen wir regelmäßig relevante Meldungen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. So bleiben Sie im Bilde und sind zu aktuellen Entwicklungen informiert und auf dem Laufenden.


Verband der Krankenhausdirektoren kritisiert Teile des Terminservice- und Versorgungsgesetzes

Die Ziele des TSVG seien richtig, doch es gäbe Grund zur Kritik:

„Dass der Gesetzgeber aber die KBV ermächtigt, die Daten sowie deren Formate festzulegen, die ihr auch von den Krankenhäusern für die elektronische Patientenakte zu liefern sind, sieht der VKD als Irrweg an. Was ausgerechnet die Kassenärztliche Bundesvereinigung dafür qualifiziert, liegt für uns im Dunkeln. Die KBV hat keinerlei Kompetenz bezüglich der komplexen Systeme in den Krankenhäusern,“ so der Präsident des Verbandes der Krankenhausdirektoren (VKD) Dr. Josef Düllings.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/mit-der-digitalisierung-ueber-den-holzweg-in-die-sackgasse-a-40129


Digitalisierung in der Pflege

Mit dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) soll nicht nur mehr Pflegepersonal gewonnen werden. Auch Investitionen in die Digitalisierung werden mit einer Anschubfinanzierung honoriert. Beides soll für mehr Zeit beim Patienten sorgen.

„Um wichtige Digitalisierungsprojekte anzuschieben, ist das eine gute Basis. Wir gehen davon aus, dass diese Förderungen von den Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten rege in Anspruch genommen wird,“ so Heiko Mania, Leiter der Arbeitsgruppe „Digitalisierung in der Pflege“ beim Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg).

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/digitalisierung-der-pflege-ermoeglicht-mehr-zeit-am-patienten-a-40192

Auch die Folge 75 des eHealth-Podcast befasst sich mit IT-Unterstützung in der Pflege:

„Man kann feststellen, dass es jetzt im Moment viele Projekte gibt bzw. Bemühungen, dass solche Dinge in das Curriculum oder in die Ausbildung mit aufgenommen werden. Ich persönlich bin erst in der Arbeit bzw. im Masterstudium damit konfrontiert worden. Elektronische Pflegedokumentation – das hab ich in der Klinik miterlebt, dann erste Telemetrieüberwachungen von Patienten, die monitorpflichtig waren bzw. digitale Steuerung von Perfusoren oder Infusomaten. Aber allgemein muss ich sagen, dass es in der Pflege noch sehr wenig Bereiche gibt, wo Digitalisierung oder digitalisierte Anwendungen oder Technik zur Anwendung kommt,“ berichtet Alexander Hochmuth, Pfleger und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centre for ePublic Health Research der Universität Bielefeld.

https://www.ehealth-podcast.de/folge75-pflegeit/


Digitalisierungsrückstand in deutschen Krankenhäusern

Der Krankenhausreport des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) sieht viel Nachholbedarf bei deutschen Kliniken:

„Für die unzureichende Digitalisierung gibt es viele Ursachen. Dazu gehört neben der mangelhaften Investitionskostenfinanzierung durch die Bundesländer auch eine mangelnde Innovationskultur in den Häusern. Vollzieht man die aufgrund von Überkapazitäten und Qualitätsdefiziten zweifellos notwendige Strukturbereinigung, hätte dies auch positive Konsequenzen für den notwendigen Fortschritt bei der Digitalisierung. Digitale Systeme könnten dann deutlich leichter Einzug halten,“ so Jürgen Klauber, Geschäftsführer des WIdO.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/digitalisierungs-rueckstand-in-deutschen-krankenhaeusern-a-40205


Sichere elektronische Patientenakte

Auch wir hatten in der ersten Linkschau über den Vortrag von Martin Tschirsich auf dem Chaos Computer Congress 2018 berichtet, der sich mit Unsicherheiten in Gesundheitsanwendungen befasst. kma Online hat sich in der Branche umgeschaut und geht der Frage nach, welche Lehren zu ziehen sind:

„Das wäre mit einer Akte gemäß gematik-Spezifikation so nicht passiert,“ meint Holm Diening, Leiter der Abteilung Datenschutz bei der Gematik, naturgemäß.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/nutzung-elektronischer-patientendaten-ohne-gewaehr-a-40183


eHealth Startups auf der DMEA

Das Startup-Café auf der DMEA will eine Plattform bieten, um Startups mit potenziellen Geschäftspartnern und Investoren zusammenzubringen:

„Apps beispielsweise, die aus der Ärzteschaft heraus entwickelt wurden, haben einen Vertrauensbonus. Aber wie sieht es mit anderen Anbietern aus? Da fehlen häufig Informationen, was die Apps können und für wen sie geeignet sind. Wir brauchen Regularien und eine bessere Vergleichbarkeit, um sie richtig bewerten zu können,“ verrät Dr. Maike Henningsen, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/chancen-der-digitalmedizin-fuer-aerzte-und-startups-a-40141


„Wie viel Arzt brauchen wir noch?“

Eine Expertenrunde der Bertelsmann Stiftung diskutiert die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arztberuf:

„In der Medizin haben die Menschen aktuell noch die Möglichkeit, sich zu verändern. In anderen Branchen, etwa der Medienindustrie, hat nicht jeder gleich die gewaltige Macht der Digitalisierung erkannt. Für manche kann es bereits zu spät sein,“ so der Journalist Martin U. Müller

https://blog.der-digitale-patient.de/futuremedtalk-video/


Software will die Prozesse von Aufnahme und Aufklärung in Kliniken vereinfachen

Angaben zur eigenen Person könnten Patienten auf einem Tablet vornehmen.

„Auch für den Arzt digitalisiert sich der Aufklärungsprozess. Er kann die beantworteten Anamnesefragen und das Risikoprofil des Patienten mit der Anwendung Aufklärung mobil direkt einsehen und seine Bemerkungen hinzufügen,“ heißt es in der Produktvorstellung von ThiemeCompliance.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/digitaler-workflow-fuer-aufnahme-und-aufklaerung-a-40200


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