Linkschau Digitales Gesundheitswesen #8

Linkschau Digitales Gesundheitswesen
In unserer Linkschau tragen wir regelmäßig relevante Meldungen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. So bleiben Sie im Bilde und sind zu aktuellen Entwicklungen informiert und auf dem Laufenden.


Bundestag beschließt Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)

Reaktionen mit Fokus digitales Gesundheitswesen:

„Wir begrüßen, dass die Politik die Notwendigkeit einer semantischen und syntaktischen Interoperabilität bei der Entwicklung elektronischer Patientenakten erkannt hat. Es ist folgerichtig, dass sie der KBV die Kompetenz zubilligt, entsprechende Standards festzulegen. Wir wissen nun mal am besten, welche Erfordernisse diesbezüglich für die Versorgung der Patienten bestehen. Wir werden uns dieser Aufgabe stellen – selbstverständlich in Abstimmung mit allen Betroffenen und einschlägigen Experten,“ so Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des KBV-Vorstands.

https://www.kbv.de/html/2019_39605.php

„Dann hat der Gesetzgeber vorgesehen, dass die Krankenkassen verpflichtend ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte Anfang 2021 zur Verfügung stellen müssen. Andernfalls gibt es Sanktionen. Das heißt, alle Krankenkassen werden das dann tun,“ so Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des KBV-Vorstands.

https://www.youtube.com/watch?v=xCOll_nOzgU

„Die neuen Mehrheitsanteile des Staates in der Gesellschaft zum  Aufbau der Telematik (gematik) schaden mehr, als dass sie nützen. Damit werden in der gematik diejenigen an den Rand gedrängt, die tagtäglich mit den digitalen Anwendungen arbeiten,“ erklärt Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery.

https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/herausforderungen-der-zukunft-gemeinsam-bewaeltigen/


Gematik möchte mit elektronischer Patientenakte (ePA) Standards im digitalen Gesundheitssystem Deutschland setzen

Auszüge aus dem veröffentlichten Statement:

„Die Spezifikationen der gematik basieren stets auf gültigen Normen, Standards und Profilen […] Dies erlaubt es der Industrie, weite Teile bereits vorhandener Implementierungen zu verwenden. So wurden für die Spezifikationen zur elektronischen Patientenakte etwa IHE-Profile sowie IHE-Value Sets als grundlegende Basis einbezogen. Dort, wo die vorhandenen Profile und Normen nicht ausreichen, um alle fachlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen an die Fachanwendung zu erfüllen, wurden diese ergänzt. […] Die elektronische Patientenakte ist somit das konsentierte Ergebnis aller an den Festlegungen beteiligten Akteure im Gesundheitswesen,“ heißt es in der Pressemitteilung der Gematik.

https://www.gematik.de/news/news/statement-der-gematik-standards-setzen-im-digitalen-gesundheitssystem-deutschlands-die-elektronisc/


Bestellfrist zur TI-Anbindung läuft mit dem März ab: jetzt handeln

Wer noch nicht bestellt hat, muss nun handeln:

„Ärzte und Psychotherapeuten, die noch nicht an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen sind, sollten in jedem Fall noch in diesem Monat bestellen und das Ergebnis der Bestellung auch an ihre Kassenärztliche Vereinigung (KV) melden,“ so Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des KBV-Vorstands.

https://www.kbv.de/html/1150_39620.php
Auch das KBV-Video rät: „Bestellfrist unbedingt einhalten“: https://www.youtube.com/watch?v=15lTZakDNV8


Zum Gelingen der Digitalisierung der Gesundheitsbranche braucht es klare Zuständigkeiten

Dr. Madis Tiik aus dem eHealth-Vorzeigeland Estland im Interview:

„We started educating people how to use the internet securely. For example, the ID card is obligatory in Estonia. You get your ID card free of charge and there are services already in the beginning which are really low hanging fruit like tax poll and electronic banking. So you start creating trust of society in digital services,“ Dr. Madis Tiik.

https://blog.der-digitale-patient.de/madis-tiik-interview-digital-health-estland/


Gesundheitsausschuss des Bundestags lud zum Expertenaustausch über Gesundheits-Apps

Auch Ulrich Kelber, der Bundesdatenschutzbeauftragte war dabei.

„Ich habe zahlreiche Gesundheits-Apps geprüft und in den meisten Fällen teils erhebliche Schwachstellen gefunden. Einige Plattformen könnten unterwandert und die Daten ausgelesen werden. Hersteller sollten daher zu mehr Sicherheit verpflichtet werden, zudem wäre eine Produkthaftung sinnvoll,“ sagte Martin Tschirsich, Sicherheitsanalytiker der Firma Modzero.

https://www.bundestag.de/presse/hib/630368-630368


Telemedizin im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern besonders wichtig

Schweriner Landesregierung drängt auf eine rasche Anpassung der Berufsordnung für die in Mecklenburg-Vorpommern tätigen Ärzte:

„Dabei geht es nicht darum, diese Behandlungsform zum Regelfall zu machen, sondern praktikable Lösungen für Einzelfälle zu schaffen,“ so Innenminister Lorenz Caffier (CDU).

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/landesregierung-dringt-auf-breitere-anwendung-der-telemedizin-a-40068


Bamberger Forscherteam entwickelt Diagnose-Software

Die Forscher setzen v. a. auf „Deep Learning“ durch neuronale Netze:

„Maschinelle Lernverfahren helfen bei der Diagnose. Sind ihre Entscheidungen jedoch nicht nachvollziehbar für Ärzte und Patienten, sind die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen und dürfen in vielen sicherheitskritischen Kontexten wie der Medizin auch nicht verwendet werden“, so Dr. Ute Schmid, Professorin für angewandte Informatik und kognitive Systeme an der Universität Bamberg.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/bamberger-forscherteam-entwickelt-medizinischen-begleiter-a-40137


Zweikörperproblem-Podcast Folge 13 – Mobilitätstestung mit KI

Ein Gespräch über Mobilitätstestung mit Hilfe Künstlicher Intelligenz mit Tobias Fleischhut von Lindera.

„Wir sind mit dem Mobilitätstest, den wir entwickelt haben, in die Digitalisierung der Pflege eingestiegen, weil die Oma einer unserer Gründerin lange pflegebedürftig war,“ erzählt Tobias Fleischhut.

https://xn--zweikrperproblem-qwb.de/?p=1539


Tagungsbericht Meeting am Meer 2019

Im Hotel Heiligendamm tauschten sich Krankenhausverantwortliche zum Thema „Digitalisierung der Krankenhäuser – der richtige Weg“ aus:

„Die Digitalisierung katalysiert die Entwicklung, dabei sind Innovationen frühzeitig zu erkennen und ärztlich mitzugestalten. Die Technik des Internet muss für Patient und Arzt überall verfügbar sein. Software muss praktikabel, muss vernetzbar sein (auch international), darf also keine Insellösungen darstellen“, so Prof. Dr. med. Anke Lesinski-Schiedat, Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes Hartmannbund.

http://www.medizin-edv.de/modules/AMS/article.php?storyid=4709


Social Media wollen sich vermehrt gegen Impf-Lügen einsetzen

Facebook, Google, Pinterest wollen das Verbreiten von Falschnachrichten zum Thema Impfungen nun auch im deutschsprachigen Raum eindämmen.

„Wir haben in dieser Sache eine Reihe von Schritten unternommen: Hierzu zählt, dass mehr verlässliche Inhalte auf unseren Seiten erscheinen, wenn Menschen nach Impf-Themen suchen. Außerdem beginnen wir, Empfehlungen für bestimmte Anti-Impf-Videos zu reduzieren und Infotafeln mit weiteren Quellen anzuzeigen, wo Menschen die Informationen selber Fact-checken können. Wie viele Änderungen in den Algorithmen erfolgt dies graduell und wird über die Zeit akkurater werden,“ so ein Sprecher von Google gegenüber MedWatch.

https://medwatch.de/2019/03/15/facebook-google-pinterest-plattformen-wollen-auch-bei-deutschsprachigen-impf-luegen-einschreiten/


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