Linkschau Digitales Gesundheitswesen #47

Linkschau Digitales Gesundheitswesen
In unserer Linkschau tragen wir regelmäßig relevante Meldungen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. So bleiben Sie im Bilde und sind zu aktuellen Entwicklungen informiert und auf dem Laufenden.


Diese TI-Anwendungen sind für 2020 geplant

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) fasst zusammen, welche TI-Anwendungen im kommenden Jahr Einzug in die Praxis erhalten sollen. Darunter ist die Qualifizierte elektronische Signatur (QES), Notfalldaten auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und der elektronische Medikationsplan (eMP).

„Neu beim eMP ist, dass neben den Hausärzten auch Fachärzte – sofern die Patienten den Wunsch äußern – den Plan aktualisieren müssen. Bislang ist diese Leistung freiwillig. Auch beim eMP sind alle Grundlagen geschaffen, um ihn in den Praxen umsetzen zu können, sobald die Technik da ist.“

https://www.kbv.de/html/1150_43584.php


KOM-LE könnte mehr als nur E-Mails ersetzen

Die „Sichere Kommunikation zwischen Leistungserbringern“ (KOM-LE) könnte auch das Faxen von Medikationsplänen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen etc. ersetzen.

„Die Telematikinfrastruktur hat den großen Vorteil, dass alle Leistungserbringer und Akteure als Empfänger von Nachrichten eindeutig identifiziert werden können […] KOM-LE bietet erstmals die Möglichkeit, Informationen sicher zwischen allen an der TI angeschlossenen Akteuren auszutauschen. Das ist ein großes Plus“, so Thomas Jenzen von der Gematik.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apothekenpraxis/arztkontakt-gematik-will-fax-ersetzen-so-sollen-apotheker-kuenftig-mit-arzt-und-kasse-kommunizieren/


Schleswig-Holstein möchte die KOM-LE schnell einführen

Die Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Schleswig-Holstein, Dr. med. Dipl. Oec. med. Monika Schliffke, im Interview:

„Die größte Hürde bei KOM-LE besteht unverändert in der Forderung nach einer qualifizierten elektronischen Signatur (QES). Wir erwarten hier dringend moderne Lösungen, die in Praxen und Kliniken nutzbar sind. Die BSI-Vorgaben aus dem Jahr 2007 erfordern eine Anpassung. Auf europäischer Ebene sind Lösungen vorhanden, mit denen man sich in Deutschland noch schwertut, obwohl wir inzwischen alle eine gemeinsame DSGVO haben.“

https://e-health-com.de/details-news/die-groesste-huerde-bei-kom-le-ist-die-qes/
https://e-health-com.de/details-news/kom-le-bleibt-kom-pliziert/


E-Health-Konnektor bislang nur eingeschränkt zugelassen

Apothekenverbände warnen in Rundschreiben, dass der auf dem Markt erhältliche Konnektor noch nicht endgültig zugelassen ist. Dazu fehlen noch Ergebnisse aus dem laufenden Feldtest. Auch wird sich die Verschlüsselungstechnik der eingesetzten Karten noch verändern.

„Außerdem weisen die Verbände darauf hin, dass der derzeit am Markt beworbene Konnektor nicht die Refinanzierungsvereinbarung erfülle, die zwischen dem Deutschen Apothekerverband und dem GKV-Spitzenverband vereinbart sei. Er sei damit nicht erstattungsfähig“, heißt es dazu bei DAZ Online.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/12/11/apothekerverbaende-waren-konnektor-nur-eingeschraenkt-zugelassen


Updates für Konnektoren

Damit eingesetzte Konnektoren weiterhin sicher und zugelassen sind, müssen aktuelle Updates eingespielt werden:

„Zum Jahresende läuft die Zulassung einer aktuellen Produktversion des Konnektors von KoCo Connector GmbH („KoCoBox MED+“; 1.3.4:2.0.0) aus. […] Zulassungen durch die gematik sind zeitlich befristet. Die Software-Updates gewährleisten die weitere Nutzbarkeit des Konnektors. Das Gerät muss nicht ausgetauscht werden.“

https://www.gematik.de/news/news/zur-erinnerung-einspielen-der-konnektor-updates-nicht-vergessen/


DAV-App laut ABDA-Präsident nicht konkurrenzfähig

Daher bemüht sich der scheidende Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Friedemann Schmidt, um den Schutz durch das Bundesgesundheitsministeriums in Form einer Monopolstellung:

„Wir glauben, die DAV WebApp wäre eine sehr gute Lösung […], wenn sich das BMG entscheiden würde, ihr den Vorrang einzuräumen.“

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apothekenpraxis/dav-webapp-gute-loesung-ohne-wettbewerb-schmidt-fordert-erezept-monopol/


Neue Technik der Gesundheitskarten ermöglicht ePA auf dem Smartphone

Die neue Generation an Gesundheitskarten ist mit der NFC-Technologie ausgestattet. NFC steht für „Near Field Communication“ und ermöglicht den Funkaustausch zwischen Instanzen, die sich in der Umgebung von Zentimetern befinden. Genutzt wird die Technik beispielsweise Bezahlvorgängen durch Auflegen des Handys.

„Die Nutzung einer NFC-Gesundheitskarte ist sowohl für Android als auch iOS fest eingeplant“, zitiert Healthcare Startups Stefan Schellberg, der Aufsichtsratsmitglied von Bitmarck.

https://healthcare-startups.de/nfc-gesundheitskarte-der-weg-fuer-patientenakte-auf-smartphones-ist-fast-frei/


“HERO“ will Akteure der häuslichen Pflege vernetzen

Angehörige, Pflegekräfte, Nachbarn, Freunde – alle sollen in die Betreuung Pflegebedürftiger einbezogen werden, ohne den Datenschutz zu verletzen.

„Im Projekt HERO wird eine IT-Plattform entwickelt, die Familien mit Pflegeverantwortung dabei unterstützt, die hohen Anforderungen ihres Pflegealltags besser zu organisieren und zu koordinieren. Mithilfe des Systems sollen Informationen zur Pflegesituation ausgetauscht und Aufgaben und Termine koordiniert werden können“, heißt es im Beitrag von E-Health-Com.

https://e-health-com.de/details-news/projekt-hero-vernetzt-akteure-in-der-haeuslichen-pflege/


Klinische Pfade

Mit diesem Thema befasst sich die aktuelle Ausgabe #95 des eHealth-Podcast:

„Dahinter steckt die Idee, dass, wenn Patienten ähnliche Voraussetzungen haben – also Alter, Gesundheitszustand, gleiche Indikation, dann ist es unlogisch, dass sie unterschiedliche behandelt werden. Ideal wäre es, wenn alle nach der besten Methode behandelt würden.“

https://www.ehealth-podcast.de/folge-95-klinische-pfade/


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