Linkschau Digitales Gesundheitswesen #46

Linkschau Digitales Gesundheitswesen
In unserer Linkschau tragen wir regelmäßig relevante Meldungen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. So bleiben Sie im Bilde und sind zu aktuellen Entwicklungen informiert und auf dem Laufenden.


Gematik soll SMC-B-Card an ausländische Apotheken ausgeben

Vor-Ort-Apotheken bekommen ihren Institutionsausweis über ihre jeweilige Landesapothekerkammer. Da aber auch ausländische Versandapotheken eRezepte ausstellen können sollen, müssen auch diese an die Telematikinfrastruktur angebunden werden, wofür sie eine entsprechende Steckkarte benötigen.

„Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab: Die Ausgabe der SMC-B-Card soll von den Kammern auf die Gematik übertragen werden. Die Kammern könnten dann im Auftrag der Gematik die Prüfung der Berechtigung übernehmen. Die ABDA ist Gesellschafter der Gematik. Umgangen würde damit auch der politische Interessenkonflikt, dass ausgerechnet die Kammern DocMorris und anderen ausländischen Versendern den Zugang zum deutschen eRezept ebnen müssten“, heißt es in einem Bericht von Apotheke Adhoc.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/konflikt-geloest-gematik-soll-smc-b-card-ausgeben/
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/12/10/freie-apotheker-wollen-kein-spahn-sches-grenzland-gesetz


Zulassung erfolgt: D-Trust kann den Apothekerausweis anbieten

Auch Apotheker brauchen für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) einen Heilberufsausweis. Die Lösung von D-Trust, einem Unternehmen der Bundesdruckerei, ist dafür nun von der Gematik zertifiziert.

„Unsere Zulassung als erster Anbieter des Apothekerausweises gibt interessierten Apothekern schon bald die Möglichkeit, sich an die TI anzubinden und Anwendungen aus der TI zu nutzen,“ so der D-Trust-Geschäftsführer Dr. Kim Nguyen.

https://e-health-com.de/details-news/d-trust-gmbh-bietet-elektronischen-heilberufsausweis-fuer-apotheker-an/


Pilotprojekt für das E-Rezept GERDA ist angelaufen

Erstes Feedback aus der Modellphase des „Geschützten E-Rezept-Dienst der Apotheker“ (GERDA):

„Aber ich sehe derzeit eigentlich mehr Risiken als Chancen am elektronischen Rezept an sich. […] Wenn dann Ärzte direkt E-Rezepte nur an bestimmte Apotheken schicken, ist das für viele Apotheker gefährlich“, befürchtet Peter Treu, teilnehmender Apotheker.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/12/06/ein-elektronischer-medikationsplan-waere-wichtiger


Praxen, Labore und Kliniken senden sensible Daten an falsche Empfänger

Das ergaben Recherchen des NDR. Da kann die Technologie noch so sicher sein:

„Laut den Behördenangaben kämen die Pannen in allen Bereichen des Gesundheitswesens vor, etwa in Kliniken, Arztpraxen, Laboren oder Abrechnungsstellen. In der Regel stecke dahinter menschliches Versagen. So würden die Schreiben oft falsch adressiert, es passierten Tippfehler oder es sei zu Verwechslungen von Patienten oder Ärzten gekommen. Meist handle es sich laut den Datenschützer um Einzelfälle und nicht um systematische Fehler.“

https://t3n.de/news/gesundheitswesen-patientendaten-1229967/


TK zieht sich aus Kooperation mit Ada Health App zurück

Die Gesundheitsapp war wegen Trackingtechnologien und der Datenschutzerklärung kritisiert worden. Die Techniker Krankenkasse (TK).

„Wir haben einen IT-Sicherheitsdienstleister beauftragt, die Vorwürfe gegen Ada zu überprüfen. Dieser konnte den im Kuketz-Blog geschilderten Sachverhalt bis zum heutigen Datum nicht vollständig ausräumen“, ließ die TK auf Nachfrage von E-Health-Com wissen.

https://e-health-com.de/details-news/what-the-diga/


KBV: Datenschutz und Digitalisierung zugleich

Dr. Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung will weg von analogen und digitalen Hybridlösungen hin zu sicherer Digitalisierung mit spürbarem Nutzen in der Praxis:

„Die Mehrheit der Praxen ist bereit für mehr Digitalisierung, sie sehen aber auch klare Hemmnisse wie Sicherheitslücken, Fehleranfälligkeit der IT-Systeme oder ein ungünstiges Verhältnis von Aufwand und Nutzen. […] Solange die Patienten, aber auch die Praxen keine verlässliche und nachhaltige Verbesserung des Versorgungsalltags erleben, solange wird sich ihr Enthusiasmus in Grenzen halten.“

https://www.kbv.de/html/presse_43406.php


Ehemaliger Gematik-Mitarbeiter erwidert Aussagen über ePA

Mark Langguth war jahrelang bei der Gematik mit der elektronischen Patientenakte (ePA) befasst. Auf die Kritik des Deutschen Psychotherapeuten Netzwerks an der ePA reagierte er mit einer ausführlichen Gegendarstellung:

„Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Ist bewiesen, dass deutsche Bergwerke unsicher sind, weil es beispielsweise in China immer wieder zu schweren Grubenunglücken kommt? Wie ich im Abschnitt zuvor ausgeführt habe, werden für die TI und die ePA Anstrengungen hinsichtlich nachgewiesener Sicherheit unternommen, die in anderen ‚normalen‘ gewerblichen Bereichen der IT unüblich, weil ‚zu teuer‘, sind. Dort wird für Datenschutz und Informationssicherheit nicht in gleicher Form investiert, wie bei der TI und der ePA. Wenn Vergleiche mit anderen IT-Systemen angebracht sind, dann eher im hoheitlichen Bereich der Verschlusssachen. Wieviel Datenskandale gab es da in letzter Zeit? “

https://epa-fakten.de/DPNW-PM-Stellungnahme.html


Podcast zur Digitalisierung in der Pflege

In Folge #024 des Zweikörperproblem-Podcast berichtet die Informatikerin Maxie Lutze von der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH über deren Studie für den GKV-Spitzenverband zum Thema „Digitalisierung und Pflegebedürftigkeit – Nutzen und Potenziale von Assistenztechnologien“:

„Erstmal stand die grobe Feststellung im Raum, dass es eine ganze Reihe von Assistenztechnologien gibt, die in den vergangenen Jahren entwickelt wurden. […] Und das gleichzeitig aber auch im Raum steht, dass diese Technologien offenbar vielfach betrachtet, aber in der Praxis bislang eigentlich kaum zum Einsatz kommen.“

https://zweikörperproblem.de/?p=1649


„Digitale Therapien“ werden zunehmen

So definiert Roberto Ascione, CEO der Healthware Group, das Phänomen, in dem er einen langfristigen Trend im Gesundheitswesen ausmacht:

„Eine strategische Rolle spielen digitale Therapien: technologische Lösungen, die sich wie ein traditionelles Medikament verhalten und in Kombination mit einer App oder einem tragbaren Gerät angeboten werden. Digitale Therapien können generell auf zwei Arten eingesetzt werden: als Alternative oder in Kombination mit einem Medikament. Obwohl eine medizinische App ein Medikament noch nicht vollständig ersetzen kann, schreitet die Digitalisierung der Therapiewege zügig voran.“

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/wie-sich-die-gesundheit-durch-digitale-therapien-veraendert-a-42384


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