Linkschau Digitales Gesundheitswesen #45

Linkschau Digitales Gesundheitswesen
In unserer Linkschau tragen wir regelmäßig relevante Meldungen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. So bleiben Sie im Bilde und sind zu aktuellen Entwicklungen informiert und auf dem Laufenden.


Semantische Standards im internationalen Vergleich

Damit die Digitalisierung der Medizin tatsächlich nützt, müssen verschiedene Systeme miteinander kommunizieren können. Deshalb hat die Bertelsmann Stiftung im Rahmen ihrer Studie zu „#SmartHealthSystems“ die semantische Interoperabilität in verschiedenen Ländern betrachtet:

„Der Begriff ‚Interoperabilität‘ deutet es bereits an: Es geht um die Fähigkeit unterschiedlicher Systeme, möglichst nahtlos zusammenzuarbeiten. Sobald die Akteure des Gesundheitswesens – seien es Hausärzte oder Krankenhäuser – mit IT-Systemen arbeiten, die semantisch interoperabel sind, können sie die gesundheitsbezogenen Daten ihrer Patienten mit eindeutiger und präziser Bedeutung austauschen.“

https://blog.der-digitale-patient.de/semantische-standards/


KBV informiert über TI-Sicherheit in Praxen

Auch der fundamentale Unterschied zwischen Reihen- und Parallelbetrieb der Telematikinfrastruktur (TI) wird aufgegriffen und verweist auf das eigene Muster-Installationsprotokoll.

„Für Praxen, die bereits eine komplexere IT-Infrastruktur haben und diese auch entsprechend absichern, ist dagegen eher der Parallelbetrieb geeignet. Hier wird der Konnektor in das bestehende Praxisnetzwerk (LAN) und dessen Sicherheitsmaßnahmen integriert. Er ist dann ein gleichwertiger, aber eigenständiger Teil des LAN neben anderen Komponenten wie dem Praxis-PC und dem Kartenterminal. Da die integrierte Firewall des Konnektors nicht genutzt werden kann, müssen eigene Sicherheitsmaßnahmen der Praxis wie eine eigene Firewall die Praxis-IT absichern.“

https://www.kbv.de/html/1150_43298.php


Bewegung auf dem KIS-Markt

Sowohl Agfa als auch Cerner stehen vor dem Verkauf ihrer Krankenhausinformationssysteme (KIS) Orbit, Medico und Soarian. Die Compugroup stärkt dagegen ihr KIS CGM Clinical.

„Wir schauen uns natürlich immer alles genau an, aber Herr Waldbrenner [– ehem. Waldbrenner AG, Tieto Oy und Compello GmbH] ist in erster Linie zu uns gestoßen, um unser eigenes KIS CGM Clinical weiter erfolgreich in den Markt zu bringen“, so Michael Franz, Sprecher der Compugroup.

https://www.kma-online.de/aktuelles/wirtschaft/detail/nach-agfa-will-sich-auch-cerner-von-kis-trennen-a-42352
https://e-health-com.de/details-news/dedalus-tritt-in-exklusive-verhandlung-zur-uebernahme-von-agfa-healthcare-ein/


DocMorris und Kry kooperieren

Die Versandapotheke DocMorris arbeitet künftig bei der Nutzung des kommenden E-Rezepts mit dem schwedischen Unternehmen Kry zusammen, das digitale Sprechstunden anbietet.

„Damit machen wir einen weiteren Schritt zum vollversorgenden Gesundheitsanbieter“, sagt Chef der Internetapotheke DocMorris.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/markt/erezept-docmorris-schnappt-sich-tele-aerzte-kry-und-docmorris/
https://e-health-com.de/details-news/digitale-sprechstunde-europaeischer-marktfuehrer-kry-startet-in-deutschland/


Digital-Chef der Charité warnt vor Tech-Konzernen

Peter Glocke, Chief Digital Officer der Charité, fordert eine europäische Lösung für digitale Datenverarbeitung in der Gesundheitsbranche, um nicht in Abhängigkeit von Konzernen wie Google, Amazon, Apple & Co. zu geraten.

„Es wäre auch grob fahrlässig, wenn Menschen bei irgendwo auf der Welt tätigen Anbietern auf Datenschutz und -sicherheit verzichten müssten, nur um die medizinischen Services zu nutzen, die es im heimischen Gesundheitswesen nicht gib“, so Glocke.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/peter-gocke-plaediert-fuer-unabhaengigkeit-von-google-a-42355


Freie Ärzte kritisieren Spahn

Sie befürchten den Verlust von Qualitäts- und Sicherheitsstandards in der deutschen Gesundheitsbranche durch die Digitalisierungsgesetze des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn.

„Auch Abrechnungsdaten sind Behandlungsdaten. Sie enthalten Diagnosen und Informationen über Behandlungen. Es darf nicht sein, dass – wie von Spahn geplant – diese Daten von Patienten ohne deren Zustimmung und nicht einmal anonymisiert an einen großen Empfängerkreis weitergeleitet werden können“, warnt die stellvertretende Vorsitzende der Freien Ärzteschaft Dr. Silke Lüder.

https://www.kma-online.de/aktuelles/politik/detail/freie-aerzteschaft-kritisiert-spahns-gesundheitspolitik-a-42350


Künstliche Intelligenz, Deep Learning und Big Data

Immer mehr Projekte setzen auf die algorithmische Erkennung von Krankheiten.

„Die meisten Krankheiten sind deutlich komplexer als ein einzelnes Gen. […] Um diese Komplexität zu erfassen, brauchen wir irgendeine Art von maschinellem Lernen, die wirklich sämtliche Daten verarbeiten kann“, erklärt der Leiter der Forschungsgruppe Bioinformatik am Berliner Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC), Dr. Altuna Akalin.

https://e-health-com.de/details-news/deep-learning-erkennt-molekulare-muster-von-krebs/
https://e-health-com.de/details-news/big-data-auf-der-intensivstation/
https://e-health-com.de/details-news/siemens-healthineers-praesentiert-ki-basierte-assistenten-fuer-die-magnetresonanztomographie/


Akquinet entwickelt KOM-LE-Lösung

Der IT-Anbieter bemüht sich derzeit um die Zulassung seiner Lösung für die „sichere Kommunikation zwischen Leistungserbringern“ (KOM-LE) durch die Gematik. Akquinet ist ebenso wie die Compugroup an den Feldtests zu der TI-Anwendung beteiligt.

„AKQUINET hatte Ende 2018 eine Telematikinfrastruktur-Lösung für Kliniken und MVZ auf den Markt gebracht. Hierbei stehen die mandantenfähigen Konnektoren in TÜV-zertifizierten und BSI-geprüften, deutschen Rechenzentren und werden dort über ein Servicemodell mit vereinbarten Service-Level überwacht und supportet. Das Angebot richtet sich in erster Linie an Kliniken und größere MVZ. Inzwischen nutzen über 200 Kliniken die TI-Leistungen von AKQUINET“, berichtet E-Health-Com.

https://e-health-com.de/details-news/akquinet-an-feldtests-fuer-kom-le-beteiligt/


Sana Kliniken setzt auf „Patient Journey App“

Michael Rosenstock, Digitalleiter der Sana Kliniken AG, im Interview mit kma Online:

„Nicht wenige Patienten, denen eine Operation bevorsteht und denen wir im Erstgespräch Papierbroschüren mitgegeben haben, rühren diese zu Hause nicht mehr an, verlieren oder verlegen sie, sodass die enthaltenen Informationen nicht mehr präsent sind. Mit der App „MeineSana Baumann Klinik“ haben wir nun die Möglichkeit, den Patienten zur rechten Zeit mit den richtigen Informationen zu versorgen und ihn an bestimmte Abläufe zu erinnern“, so Rosenstock.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/der-direkte-draht-zum-patienten-a-42346


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