Linkschau Digitales Gesundheitswesen #43

Linkschau Digitales Gesundheitswesen
In unserer Linkschau tragen wir regelmäßig relevante Meldungen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. So bleiben Sie im Bilde und sind zu aktuellen Entwicklungen informiert und auf dem Laufenden.


Gematik Whitepaper zu Datenschutz und Informationssicherheit in der TI

In der Broschüre bereitet die Gematik die Funktionsweise, Infrastruktur, Betriebsprozesse und Anwendungen der Telematikinfrastruktur (TI) allgemeinverständlich auf. Das ist nicht nur mit Blick auf das Thema Datenschutz relevant. Die Lektüre der gut 30 Seiten bringt Klarheit in die wesentlichen Zusammenhänge und Hintergründe des entscheidenden Digitalisierungsprojekts im deutschen Gesundheitswesen.

„Die Telematikinfrastruktur legt den Grundstein für einen sicheren Austausch medizinischer Informationen. In den folgenden Ausbaustufen werden weitere medizinische Anwendungen eingeführt werden, die den Beteiligten die benötigten medizinischen Informationen aktuell, schnell und sicher zur Verfügung stellen. Damit dieses Potenzial der Telematikinfrastruktur ausgeschöpft werden kann, muss der Datenschutz nachhaltig gestärkt werden und die Informationssicherheit gewährleistet sein. Das sind für die Telematikinfrastruktur unerlässliche Rahmenbedingungen. Nur damit kann die sichere Vernetzung des Gesundheitswesens gelingen“, heißt es im Fazit der Broschüre.

https://www.gematik.de/fileadmin/user_upload/gematik/files/Publikationen/gematik_Whitepaper_Datenschutz_und_Informationssicherheit.pdf


ZDF-Doku „Der gläserne Patient – Daten in Gefahr?“

kma Online berichtet über den Film von Julia Lösch, der am 20.11.2019 bei ZDFzoom ausgestrahlt wurde:

„Das Ergebnis war eine Katastrophe. Wir haben festgestellt, dass Sicherheitsvorrichtungen komplett deaktiviert waren, dass vorhandene Hardware-Firewalls außer Kraft gesetzt wurden“, zitiert das ZDF den IT-Experten Jens Ernst.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/schwere-sicherheitsmaengel-in-arztpraxen-a-42284
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-der-glaeserne-patient—daten-in-gefahr-100.html


Gesundheitsdaten an Alexa

Der britische National Health Service (NHS) setzt bei Digitalisierung der Gesundheitsversorgung auf eine Kooperation mit dem Onlineversandhändler Amazon bzw. dessen Sprachassistenten Alexa. Datenschützer sind besorgt.

„Durch die enge Zusammenarbeit mit Amazon und anderen Technologieunternehmen können wir sicherstellen, dass Millionen Benutzer, die täglich nach Gesundheitsinformationen suchen, auf Knopfdruck oder per Sprachbefehl einfache, validierte Ratschläge erhalten“, zitiert kma Online den zuständigen NHS-Projektleiter.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/gesundheitsinformationen-per-sprachassistent-a-42286


KBV informiert über Konnektor- und Software-Updates

Damit die Telematikinfrastruktur sicher ist, müssen die Komponenten regelmäßig auf den aktuellen Stand gebracht werden. Wie Praxen damit umgehen können, erklärt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV):

„Der Konnektor ist standardmäßig so eingestellt, dass er das System täglich nach Updates abfragt und diese dann automatisch herunterlädt. Die Installation müssen Praxen jedoch selbst anstoßen. Sie erhalten über die Anzeige des Konnektors sowie über das Praxisverwaltungssystem (PVS) einen Hinweis, dass ein Software-Update verfügbar ist. […] Während der Installation des Updates ist die Praxis nicht mit der TI verbunden. Die dafür benötigte Zeit wird meist in der Information zum Update genannt. Die Hersteller bieten hier oft eine detaillierte Anleitung oder sogar ein Erklärvideo an. Bei Bedarf können Praxen auf die Unterstützung eines Dienstleisters zurückgreifen. Dies ist jedoch häufig mit Mehrkosten verbunden.“

https://www.kbv.de/html/1150_43154.php


Pilotphase des E-Medikationsplan (eMP) startet im Januar

75 Arztpraxen, ein Krankenhaus und 15 Apotheken testen die künftige Telematik-Anwendung im Bezirk Westfalen-Lippe:

„Der eMP soll möglichst sämtliche verschreibungspflichtige Arzneimittel enthalten, die der Patient einnimmt, sowie die Selbstmedikation. Dazu werden unter anderem der Wirkstoff, die Dosierung, der Einnahmegrund und sonstige Hinweise zur Einnahme aufgeführt“, heißt es im Beitrag von Apotheke Adhoc.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/emedikationsplan-test-startet-im-januar-westfalen-lippe/


TI auch für ausländische Versandapotheken

Im kommenden Jahr müssen sich auch alle deutschen Apotheken – sowohl „Vor-Ort-Apotheken“ als auch Versandapotheken an die Telematikinfrastruktur (TI) anbinden. Auch ausländischen Apotheken wie DocMorris setzen große Hoffnungen auf Umsätze mit dem E-Rezept. Doch wie sie sich an die TI anschließen können, ist noch unklar:

„Das BMG prüft derzeit verschiedene Lösungen zum Anschluss ausländischer Versandapotheken an die Telematikinfrastruktur“, heißt es aus dem Bundesgesundheitsministerium.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/11/22/wie-sollen-docmorris-und-co-kuenftig-e-rezepte-empfangen


AWMF fordert medizinisch-wissenschaftliche Qualitätskontrolle von Gesundheits-Apps

Dies geht aus einer Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) hervor:

„Für diePrüfung der inhaltlichen Validität müssen die Fachgesellschaften der AWMF die Möglichkeit haben, ihre Expertise institutionalisiert in die Prüfverfahren des BfArM einzubringen“, fordert AWMF-Präsident Rolf Kreienberg.

https://www.awmf.org/fileadmin/user_upload/Die_AWMF/Presseinformationen/AWMF_PM_10_AWMF_BfArM_F.pdf


bvitg gibt Empfehlungen für Digitalisierung der Pflege

Der bvitg (bvitg) setzt dabei auf die digitale Infrastruktur, die Digitalisierung von Pflegeprozessen sowie den Aufbau digitaler Kompetenz:

„Die Herausforderungen des demografischen Wandels treten im Pflegebereich schon heute deutlich zutage […]. Wir sind überzeugt, dass die Digitalisierung einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, den zukünftig weiter zunehmenden Bedarf an Pflegedienstleistungen und -personal zu decken und damit dem herrschenden Pflegenotstand zu begegnen. Die Grundlagen dafür müssen aber schon jetzt gelegt werden, weshalb es ein starkes Bekenntnis und konkrete, langfristig angelegte Maßnahmen seitens der Politik braucht“, sagt Sebastian Zilch, bvitg-Geschäftsführer.

https://www.bvitg.de/handlungsempfehlungen-digitalisierung-pflege/


CGM arbeitet an der Automatisierung von Arztbriefen

Mit einer neuen Anwendung möchte CompuGroup Medical Heilberufler entlasten und ihnen Standardaufgaben abnehmen:

„Das Natural Language Processing soll es ermöglichen, aus den Fließtexten eine strukturierte Auflistung aller relevanten Inhalte zu erstellen. Basierend auf den Analyseergebnissen wird dann im Dokument hervorgehoben, wo die Krankenhaushistorie, die Diagnosen inklusive ICD10-Entsprechung, Blutdruckwerte, Medikationen oder Laborwerte zu finden sind. Diese gesammelten Informationen soll der Anwender dann einfach per Mausklick in die Patientenakte übernehmen können“, berichtet Apotheke Adhoc.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/markt/compugroup-software-analysiert-arztbriefe-edv-praxis/


TK kooperiert beim E-Rezept mit Noventi

Durch diesen Schritt erhalten Apotheken, die die Software Awinta in der Anwendung haben, Zugriff auf das E-Rezept.

„Mit Noventi haben wir einen starken Partner an der Seite, um die Digitalisierung im Apothekenbereich voranzutreiben und weitere Erfahrungen zu sammeln […]. Der Raum für Innovationen ist in diesem Bereich noch groß. Für unsere Kunden wird ihre Etablierung mit spürbaren Verbesserungen der Versorgung verbunden sein. Aber auch die Apotheken profitieren von deutlich effizienteren Abläufen“, verspricht der stellvertretende TK-Vorstandsvorsitzende Thomas Ballast.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apothekenpraxis/erezept-tk-kooperiert-mit-noventi-digitalisierung/


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