Linkschau Digitales Gesundheitswesen
In unserer Linkschau tragen wir regelmäßig relevante Meldungen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. So bleiben Sie im Bilde und sind zu aktuellen Entwicklungen informiert und auf dem Laufenden.


Gematik-Erklärvideos für UX/UI-Designer

In ihrem Fachportal hat die Gematik Videos bereitgestellt, die die Benutzung der elektronischen Patientenakte (ePA) so veranschaulicht, so dass Softwareentwickler eine sinnvolle Benutzeroberfläche gestalten können:

„Anhand der Filme sollen Designer und Produktmanager von Primärsystemherstellern eine Vorstellung bekommen, wie die Anwendung integriert werden kann. Die Filme informieren auch darüber, wie Statusinformationen umgesetzt und Zugriffsberechtigungen eingeholt werden können“, informiert die Gematik auf der eigenen Webseite.

https://www.gematik.de/news/news/rein-optisch-erklaerfilme-zeigen-epa-ansicht-am-bildschirm/
https://fachportal.gematik.de/service/informationen-fuer-primaersystemhersteller/


DVG könnte in den nächsten Tagen verabschiedet werden

Für den 07.11.2019 hat der Deutsche Bundestag die zweite und dritte Lesung des „Digitale-Versorgung-Gesetz“ (DVG) angesetzt. Damit könnten Fristen für die TI-Anbindung von Apotheken und Kliniken und die Einführung des E-Rezepts final fixiert werden. Den Entwurf der Bundesregierung, Änderungsanträge der Fraktionen sowie die Liste der an der Anhörung beteiligten Sachverständigen samt Protokoll finden Sie auf der Webseite des Bundestages:
https://www.bundestag.de/ausschuesse/a14/anhoerungen/digitale-versorgung-660224


Telematikinfrastruktur in Nebenbetriebsstätten und ausgelagerten Praxisräumen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) informiert zum korrekten TI-Anschluss außerhalb des Hauptsitzes und den dazugehörigen Erstattungen:

„Für ausgelagerte Praxisräume haben Ärzte daher nur Anspruch auf ein mobiles Kartenterminal sowie einen zusätzlichen Praxisausweis und die entsprechende Vergütung. Mit einem solchen mobilen Kartenterminal ist derzeit jedoch kein Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) möglich. Dies erfolgt vorher in der Vertragsarztpraxis am Hauptsitz, die Patienten ohnehin immer zuerst aufsuchen müssen: Denn ein Erstkontakt oder Sprechstunden sind in ausgelagerten Praxisräumen nicht zulässig.“

https://www.kbv.de/html/1150_42904.php


Info-Video der KBV zur elektronischen Patientenakte (ePA)

Das Video geht besonders auf die Arbeitsteilung zwischen Gematik und KBV ein:

„Die KBV hat die Aufgabe, den zentralen Teil der ePA zu definieren, nämlich die medizinischen Daten […] Wir nennen das MIOs: medizinische Informationsobjekte. Diese MIOs werden von uns entwickelt, dann in ein Kommentierungsverfahren gegeben, ins Benehmen gesetzt mit allen Beteiligten und dann als endgültiges Produkt an die Gematik geliefert“, erklärt KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel.

https://www.kbv.de/html/1150_42922.php


VIACTIV Krankenkasse setzt auf die elektronische Patientenakte (ePA) von IBM

Patienten sollen so auch per Smartphone Zugriff auf ihre Gesundheitsdaten bekommen:

„Um unseren Versicherten einen noch schnelleren und sicheren Service nach zukunftsfähigen Maßstäben bieten zu können, haben wir uns frühzeitig mit den innovativen Möglichkeiten der Digitalisierung auseinandergesetzt. Unsere Entscheidung zur Einführung der elektronischen Gesundheitsakte gemeinsam mit unserem Partner IBM ist ein innovativer Meilenstein, der unseren Versicherten enorme Vorteile in der langfristigen Verwaltung und persönlichen Steuerung ihrer Gesundheitsdaten bringen kann“, so VIACTIV-Vorstand Roland Wien.

https://www.krankenkassen-direkt.de/news/pr/mitteilung.pl?id=2359720


AppQ: Gütekriterien für digitale Gesundheitsanwendungen

Die Bertelsmann Stiftung hat die erste Version eines Kernsets von Gütekriterien digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) entwickelt. Das Projekt wird durch das Bundesgesundheitsministerium gefördert:

„Das Gütekriterien-Kernset AppQ ermöglicht eine Einschätzung der Qualität sowie einen standardisierten Vergleich der als Medizinprodukt zertifizierten DiGA, unabhängig von ihrem Typ oder ihrer Risikoklasse. Basis sind Anbieter-Selbstangaben zu AppQ nach dem Vorbild der sogenannten Strukturierten Qualitätsberichte von Kliniken. Die Angaben werden über eine spezielle Webanwendung erhoben. Das Kernset besteht aus 9 Themenbereichen, 24 Kriterien, 177 Indikatoren sowie Katalogen zur Erfassung von Stammdaten und klassifizierende Metadaten zu den DiGA“, schreibt die Time Thranberend vom Bertelsmann-Projekt „Der digitale Patient“.

https://blog.der-digitale-patient.de/appq-veroeffentlicht/


Anbieter-Dschungel beim E-Rezept?

Vorstandschef der Siemens BKK, Dr. Hans Unterhuber, fordert ein integriertes Konzept statt vieler Einzellösungen:

„Sobald der Versicherte den digitalen Weg über Fernbehandlung nutzt oder bei einer Online-Apotheke bestellt, hat er keinen aktuellen eMedikationsplan. Das ist für den Versicherten schwer nachvollziehbar. Eine Integration über die ePA würde hier deutlich mehr Sinn machen.“

https://e-health-com.de/details-news/streit-ums-erezept-bald-10-frontends-fuer-versicherte/

Ähnlich argumentiert auch Optica-Geschäftsführer Dr. Jochen Pfänder:

„Wir glauben nicht, dass es eine separate technische Plattform für Apothekenrezepte geben sollte. Es macht insbesondere aus Sicht der Patienten wenig Sinn, für jede Verschreibungsart eine eigene App einzusetzen.“

https://e-health-com.de/details-news/e-rezept-wir-wollen-eine-breite-plattform-fuer-alle-versorger/

Auch das Bundesministerium selbst treibt die Entwicklung von E-Rezept-Lösungen voran:

„Das BMG fördert gegenwärtig ein Pilotprojekt des Berliner Apotheker-Vereins zum E-Rezept. Ziel ist, innerhalb einer begrenzten regionalen Testumgebung die relevanten Faktoren für die Akzeptanz eines E-Rezeptes zu ermitteln und zu evaluieren. Innerhalb der Versorgungsregion soll die Einführung eines E-Rezeptdienstes durch Erprobung der Abläufe unter realen Bedingungen erfolgen. Hierzu wird eine Testumgebung in der ‚Zukunftsregion Digitale Gesundheit‘ in Berlin geschaffen. Wenn die technische und organisatorische Umsetzung des Pilotprojekts gelingt, sollen die Ergebnisse genutzt werden, um das E-Rezept in einem Folgemodellvorhaben in einer erweiterten Testumgebung in Berlin zu erproben und zu evaluieren“, zitiert DAZ.online einen Sprecher des BMG.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/10/29/spahns-ministerium-foerdert-berliner-e-rezept-projekt

Die TK sieht in der Digitalisierung auch Chancen für Apotheken:

„Dank der Reform der Apothekenbetriebsordnung ist der Botendienst jetzt Regelleistung. Zusammen mit dem eRezept kann das den Vor-Ort-Apotheken einen enormen regionalen Vorteil bieten […]. Schließlich kann keine Versandapotheke stündlich ausliefern. […] Die Kombination aus Digital und Beratung wird sich als neuer Kanal etablieren“, so Dr. Frank Verheyen, Leiter des Teams Arzneimitteldistribution der Techniker Krankenkasse TK.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/tk-erezept-enormer-regionaler-vorteil-fuer-vor-ort-apotheken/


Messenger-Dienste unter Medizinern beliebt

Dafür werden nicht nur Angebote genutzt, die spezifisch für den Gebrauch in der Medizin konzipiert sind:

„Ganze 98 Prozent der Klinikärzte nutzen laut einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Datenschutz Instituts Messenger-Dienste – nicht wenige den Marktführer WhatsApp. Und obwohl diese App nachweislich die Behandlungsqualität verbessern kann, ist die Nutzung rechtlich nicht zulässig. Denn mit Inkrafttreten der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) dürfen Ärzte und Arbeitgeber Dienste nur verwenden, wenn die Datensicherheit und der Schutz vor unberechtigten Datenzugriffen sichergestellt sind. Diese Voraussetzungen erfüllt WhatsApp, ein Mitglied der Facebook-Familie, nicht. Doch es gibt kostenfreie Alternativen, die mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung Datenschutz-konform sind wie MediOne, Siilo oder Doctorsgate“, berichtet kma Online.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/messenger-apps-fuer-den-medizinischen-arbeitsalltag-a-42203


Facebook-Tool soll an Vorsorgeuntersuchungen erinnern

„Preventive Health“ möchte demographische Daten nutzen, um Behandlungen wie Grippeschutzimpfungen, Cholesterin- und Blutdrucktests oder Brustkrebsuntersuchungen vorzuschlagen:

„Wir haben Inhalte und Quellen zu Facebook Preventive Health beigesteuert, um es Amerikanern zu ermöglichen, erste Schritte gegen zu hohen Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin zu machen“, zitiert Apotheke Adhoc Eduardo Sanchez, Leiter der Abteilung Prävention der American Heart Association.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/internationales/apothekenfinder-von-facebook-preventive-health/


Amazon kauft Health Navigator

Nach der Gründung von „Amazon Care“, einer virtuellen Gesundheitsklinik für die eigenen Mitarbeiter, akquiriert der Internetkonzern Amazon das Gesundheits-Startup:

„Health Navigator ist eine Plattform mit einer Palette von Tools, die Patienten telemedizinisch unterstützen. Mit medizinischem Vokabular, einer Sprachverarbeitung und Checklisten zur Ferndiagnose und Ersteinschätzungen von Krankheiten werden Anwender in ihren Entscheidungen unterstützt. So sollen sie damit herausfinden können, ob sie sich am besten zu Hause kurieren, einen Arzt oder sogar die Notaufnahme aufsuchen“, informiert DAZ.online.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/10/30/amazon-kauft-telemedizin-start-up


Augmented Reality im OP

Projekt zur Anwendung von Künstlicher Intelligenz und Einbettung von Computersimulationen in das reale Sichtfeld von Operierenden wird ausgezeichnet:

„Die KI und daraus resultierende Technologien und Anwendungen prägen schon heute sowohl unseren Alltag als auch unsere Arbeitswelt. In Zukunft werden uns lernende Systeme aber noch viele weitere gewaltige Möglichkeiten bieten, unsere Wirtschaft und unsere Informationsgesellschaft zu gestalten […]. Ich freue mich sehr, dass beim NEO2019 ein Projekt aus dem revolutionären Bereich der KI erfolgreich war. Dem Gewinnerteam gratuliere ich herzlich“, so der Präsident des Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Professor Holger Hanselka.

https://e-health-com.de/details-news/neo-2019-fuer-holomed-augmented-reality-unterstuetzt-chirurgen-im-operationssaal/


Leuphana untersucht Zusammenwirken von KI und Telemedizin

Kommunikation, die durch Künstliche Intelligenz (KI) unterstütz wird, soll die medizinische Fernbehandlung verbessern.

„Forscher der Leuphana Universität Lüneburg arbeiten jetzt gemeinsam mit dem Leipziger Unternehmen DOCYET im Verbundprojekt „Medibility“ an der Frage, wie sich das Zusammenspiel von Telemedizinern und automatisch arbeitenden Computerprogrammen, sogenannten Bots, bei der Patientenbetreuung verbessern lässt“, berichtet E-Health.com.

https://e-health-com.de/details-news/wie-funktioniert-zusammenarbeit-von-ki-und-telemedizinern/


Künstliche Intelligenz bringt Vorteile in der Brustkrebsdiagnose

Deshalb erhält Merantix die erste europaweite KI-Zulassung:

„So erhalten sie mehr Zeit, sich auf die kritischen Befunde zu konzentrieren, ermüden nicht so schnell und machen weniger Fehler“, erklärt Jonas Muff, Mitgründer des Berliner Startups Merantix.

http://www.medizin-edv.de/modules/AMS/article.php?storyid=4869


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