Linkschau Digitales Gesundheitswesen #36

Linkschau Digitales Gesundheitswesen
In unserer Linkschau tragen wir regelmäßig relevante Meldungen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. So bleiben Sie im Bilde und sind zu aktuellen Entwicklungen informiert und auf dem Laufenden.


Was das E-Rezept für Apotheken bedeutet

NGDA-Geschäftsführer Christian Krüger berichtet auf der Expopharm, welche Modelle für E-Rezepte derzeit getestet werden.

„Für die Akzeptanz haben wir es bewusst als offenes System mit freier Arzt- und Apothekenwahl gestaltet, diskriminierungsfrei und bundesweit. […] Was wir jedoch nicht wollen ist ein Makeln mit Rezepten“, so Christian Krüger, Geschäftsführer der Netzgesellschaft Deutscher Apotheker (NGDA).

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/wo-stehen-wir-mit-dem-e-rezept/
Beim Projekt GERDA werden ab November auch Apotheken aus Stuttgart und Tuttlingen mitwirken.
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/10/02-10-2019/gerda-steht-vor-der-tuer


SPD und Union wollen E-Rezepte auf sämtliche Leistungen ausweiten und Sanktionen für ambulante Bereiche in Kliniken aussetzen

Dies beantragten die Koalitionäre in der Bundestagslesung zum Digitale-Versorgungs-Gesetz (DGV).

„Die Verpflichtung zur Ausstattung und zum Anschluss an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur trifft Krankenhäuser (…) erst zum 1. Januar 2021“, zitiert das Ärzteblatt.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/106349/Elektronische-Verordnungen-sollen-ausgeweitet-werden


Deutscher Rechenzentrumsbetreiber will bis Jahresende 100.000 E-Rezepte mit Krankenkassen abrechnen

AvP aus Düsseldorf will dafür ohne Konnektoren auskommen.

„Diesen ersten Schritt in Richtung eRezept gehen wir mit Ärzten und Krankenhausapotheken drei großer Kliniken“, so der AvP-Vorstandsvorsitzende Mathias Wettstein.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/markt/avp-100000-erezepte-bis-jahresende-rechenzentren/


Auch Versandapotheken sollen mit dem E-Rezept arbeiten können

Ausländische Versandapotheken haben allerdings keine Betriebsstättennummer und sind nicht Mitglied in einer Landesapothekerkammer, die für die Prüfung der Zugangsberechtigung zuständig ist.

„Das eRezept soll sowohl in Vor-Ort-Apotheken als auch in Versandapotheken einlösbar sein. Die technische Spezifikation des eRezeptes wird gerade durch die Gematik erstellt und bis zum 30.6.2020 vorgelegt. Detailfragen zur Anbindung der Apotheken können erst auf Basis der technischen Spezifikationen geklärt werden“, so das Bundesgesundheitsministerium auf Nachfrage von Apotheke Adhoc.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/erezept-kein-anschluss-ohne-diese-nummer-telematik-infrastruktur/


Spahn bringt Apotheker hinter sich

Zunächst hagelte es Kritik für den Gesundheitsminister und seinen Vorschlag zum „Apothekenstärkungsgesetz“. Doch Spahn rang der Branche auf dem Apothekertag die Bereitschaft zum konstruktiven Mitwirken ab. Nicht er würde die Preisbindung aufheben, sondern des EuGH-Urteil von 2016.

„Wenn sie mir die Botschaft mitgeben, der Bundesrat kann das besser, dann stelle ich die Dinge in Berlin ein. Das meine ich ernst“, so Gesundheitsminister Jens Spahn.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apothekenpraxis/spahn-liest-apothekern-die-leviten-deutscher-apothekertag/
https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apothekenpraxis/adhoc-antrag-apotheker-stellen-sich-hinter-spahn-deutscher-apothekertag/


Ratgeber zu Gesundheits-Apps

t3n geht der Frage nach: „Können Gesundheits-Apps den Besuch beim Arzt ersetzen?“

„In der Beschreibung der App muss detailliert angegeben sein, wozu die App gedacht ist und wozu nicht. Die Hersteller verpflichten sich mittlerweile, lückenlos über die jeweilige App zu informieren. Wie in einem Beipackzettel bei Medikamenten gehören auch Informationen zu potenziellen Risiken und Einschränkungen der App, Verlässlichkeit der Inhalte, Datenschutzaspekten und zu den Investoren in die Beschreibung“, heißt es in dem Beitrag.

https://t3n.de/news/koennen-gesundheits-apps-besuch-1192329/


Modellprojekt zu E-Medikationsplan

Apotheker und Ärzte zufrieden mit der „Primärsystem-Integration des Medikationsplans mit Akzeptanzuntersuchung“(PRIMA):

„Beide Seiten betrachteten den elektronischen Medikationsplan als Chance für eine bessere fachliche Zusammenarbeit“, heißt es im Fazit der Studie.

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/apotheker-und-aerzte-zufrieden-mit-e-medikationsplan/


200.000 Versicherte nutzen die elektronische Patientenakte der TK

Der „TK Safe“ der Technischen Krankenkasse wird von den Versicherten angenommen.

„Am schnellen Anstieg der Nutzerzahl von TK-Safe sehen wir, dass sich die Menschen eine digitale Lösung für ihr Gesundheitsmanagement wünschen. Ein Viertel der Versicherten loggt sich mindestens einmal pro Monat ein“, berichtet Dr. Jens Baas, TK-Vorstandsvorsitzender.

https://www.krankenkassen-direkt.de/news/pr/mitteilung.pl?id=2336656


KOM-LE im Praxistest

Die sichere Kommunikation der Leistungserbringer unterzieht sich in Nordrhein dem Feldtest:

„Wir wollen die Interoperabilität der Anbieter erproben, und zwar über die obligatorischen Anwendungen hinaus. [Die sperrige Bezeichnung könnte sich ändern:] Die gematik will den Namen ändern“, so Gilbert Mohr, Leiter der Stabsstelle E-Health bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo).

https://www.aerztezeitung.de/regionen/nrw/nordrhein/article/997573/nordrhein-kom-le-kommt-praxistest.html


Neues Quartal bringt Ärzten Zuschlag für Videosprechstunde

Weitere Neuerungen sind zum 1. Oktober in Kraft getreten.

„Für weitere Anwendungen der TI, etwa Notfalldatenmanagement und elektronischer Medikationsplan, müssen Praxen neben Konnektor und Kartenterminal am Empfang bald auch im Behandlungszimmer neue Kartenterminals vorhalten. Ab Oktober werden die Anschaffungskosten für diese zusätzlichen Geräte pauschal erstattet. Der Erstattungsbetrag für stationäre Kartenterminals wird zudem ab 1. Oktober 2019 angehoben. Die Kassen zahlen demnach künftig 535 Euro für ein Gerät – 100 Euro mehr als bisher“, heißt es dazu in der Ärztezeitung.

https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/praxismanagement/praxisfuehrung/article/997567/videosprechstunde-co-oktober-beschert-aerzten-diese-neuerungen.html


Ärztekammer Berlin veröffentlicht Thesenpapier zur Digitalisierung im Gesundheitswesen

Das Papier verfolgt das Ziel, trotz des Wandels das Arzt-Patient-Verhältnis zu stärken und thematisiert Ethik, Datenschutz, Haftungsfragen und Finanzierung.

„Kernpunkt des Arzt-/Patientenverhältnisses wird die persönliche Beziehung zwischen Arzt und Patient bleiben. Die modernen Techniken sollen so eingesetzt werden, dass die Qualität der Behandlung verbessert wird und der Ansprechpartner Arzt für den Patienten auch als verantwortlicher Partner erhalten bleibt. Durch die Komplexität der neuen Strukturen wird sich das Arzt -Patient-Verhältnis ändern, es wird weiter vertieft und durch die Übernahme von mehr Eigenverantwortung des Patienten auch partnerschaftlicher“, so Punkt 1 von 20.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/106165/Aerztekammer-Berlin-veroeffentlicht-20-Punkte-Papier-zur-Digitalisierung


Deutschlandfunk thematisiert Datenschutz in Arztpraxen

Gerade beim Passwortschutz hapert es laut Studie der Versicherungswirtschaft in den Praxen.

„Neben der Passwortsicherheit haben wir auch andere Schwachstellen gefunden, die von einem Angreifer sehr einfach auszunutzen sind“, so Michael Wiesner, Experte für Informationssicherheit im Gesundheitswesen im DLF Interview.

https://www.deutschlandfunk.de/gesundheitswesen-der-digitale-patient.740.de.html?dram:article_id=452537


Deutsche fürchten den Zugriff Dritter auf digitale Gesundheitsdaten

Dies ergab eine Studie von BearingPoint:

„Grundsätzlich ist eine Bereitschaft in der Bevölkerung zu erkennen, digitale Gadgets zur Optimierung der Gesundheit einzusetzen. […] Die Sorge der Bürger in Bezug auf ihre persönlichen Daten und die Auswertung dieser muss weiterhin sehr ernstgenommen werden. Das Stichwort ist: Transparenz“, so Ralf Dillmann, Partner bei BearingPoint.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/deutsche-vermissen-transparenz-bei-datensicherheit-a-42045


CDU möchte Digitalisierung vorantreiben und dazu Datenschutz lockern

Das sieht die neue Digitalstrategie der Union vor:

„Eine der wichtigen Aufgaben wird es sein, ein Datengesetz zu entwickeln, das den Umgang mit nicht personenbezogenen Daten regelt. Denn diese sind für die Wertschöpfung der Zukunft im digitalen Bereich elementare Grundlage“, formulierten die CDU-Digitalpolitiker als Beschlussvorlage zur Bundesvorstandssitzung.“

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/digitalcharta-cdu-will-den-datenschutz-aufweichen-fuer-schnellere-digitalisierung/25066904.html


Wie können Patienten mit ihren Smartphones in die Klinikabläufe einbezogen werden?

Dieser Frage stellt sich Admir Kulin von m.Doc mit Blick auf die „Patient Journey“.

„Das kommt aus dem Bereich der „Customer Journey“. […] Die Patientenfahrt, das sind eigentlich Abbildungen von Prozessen, die einen ganzheitlichen Gedanken haben. Bleiben wir in der Klinik mal beim Aufnahmeprozess. […] Was erleben wir jetzt? Wir kommen rein, man drückt Papier in die Hand, man füllt das Papier aus. Wenn man Glück hat, landet man in einem Zimmer. Da füllt man nochmal Papier aus und weiß nicht, was mit einem am Abend, was am nächsten Tag passiert. Das sieht für uns aus wie Zufall, wenn man da ist.“

https://www.ehealth-podcast.de/folge-89-patient-journey-mit-m-doc/


Grünen stellen Antrag zur Digitalisierung im Gesundheitswesen

Damit soll den Entwicklungen auf dem Gebiet eine Richtung gegeben und das Interesse von Nutzern und Nutzerinnen vorangetrieben werden.

„Viele Jahre hat die Bundesregierung nahezu tatenlos dabei zugesehen, wie verschiedene Akteure die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, der Patientenakte und der Telematikinfrastruktur (TI) immer wieder hintertrieben haben. Inzwischen gibt es zwar eine Reihe von gesetzgeberischen Aktivitäten oder zumindest deren Ankündigung durch die Bundesregierung. Jedoch ist in Deutschland – anders als in etlichen anderen Ländern – eine kohärente Strategie für die weitere Digitalisierung des Gesundheitswesens noch immer nicht in Ansätzen erkennbar. Den Aktivitäten fehlen eine Richtung und der konsequente Anspruch, mit Hilfe der Digitalisierung konkrete gesundheits- oder pflegepolitische Anliegen zu erreichen“, heißt es im Antrag.

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/135/1913539.pdf


Fraunhofer-Institut erforscht mit der Caritas die digitale Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum

Dazu wurde das Projekt „Digitales Gesundheitsdorf Oberes Rodachtal (DIGI-ORT)“ aufgesetzt:

„Mittels einer digitalen Plattform werden ambulante Pflegedienste, Hausärztinnen und -ärzte sowie Pflegebedürftige, chronisch Kranke und deren Angehörige vernetzt, um Abstimmungsprozesse zu vereinfachen. Zusätzlich wird der Einsatz von neuen, textilintegrierten Vitaldatensensoren und am Markt verfügbaren technischen Assistenzsystemen untersucht, um ein selbständiges Wohnen im eigenen Zuhause zu unterstützen“, berichtet das Krankenhaus-IT Journal.

http://www.medizin-edv.de/modules/AMS/article.php?storyid=4837


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