Linkschau Digitales Gesundheitswesen #35

Linkschau Digitales Gesundheitswesen
In unserer Linkschau tragen wir regelmäßig relevante Meldungen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. So bleiben Sie im Bilde und sind zu aktuellen Entwicklungen informiert und auf dem Laufenden.


SpiFa fordert Änderungen am DVG

Der Spitzenverband der deutschen Fachärzte (SpiFa) meldet Änderungsbedarf am Digitale-Versorgungs-Gesetz (DVG) an:

„Wie bei der Arzneimittelversorgung sollte allein der Arzt digitale Behandlungsverfahren verordnen dürfen. Dies muss gesetzlich verankert werden“, so Lars F. Lindemann, SpiFa-Hauptgeschäftsführer.

https://www.spifa.de/dvg-gesetz-spifa-fordert-nachbesserungen/


Auch der bvitg kritisiert den DVG-Entwurf und stellt 16 Thesen auf

Der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) sieht Rechtsunsicherheit vor allem bei der elektronischen Patientenakte (ePA) und dem eRezept. In eigenen Thesen fasste der Verband zusammen, welche Voraussetzungen nach für eine „vernetzte Versorgung“ gegeben sein sollten:

„Die Selbstverwaltung und alle weiteren durch die Gesetzgebung beauftragten Organisationen sowie geförderte Projekte sollten verpflichtend auf verfügbare, nach Möglichkeit praxiserprobte Standards auf der Basis inter-nationaler Erfahrungswerte zurückgreifen“, lautet die erste These.

https://www.bvitg.de/wp-content/uploads/2019-09-19_bvitg_Voraussetzungen_fuer_eine_vernetzte_Versorgung.pdf


TI-Kostenvergleich für Apotheken

Die Deutsche Apotheker Zeitung hat die Angebote der TI-Hersteller verglichen und aufbereitet:

„Allerdings decke die vom Deutschem Apothekerverband (DAV) und GKV-Spitzenverband vereinbarte Pauschale bei den Apothekern weder den kompletten Anschaffungspreis noch die laufenden Kosten ab,“ zitiert DAZ Online eine Sprecherin des Anbieters CGM.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/09/25-09-2019/laufende-ti-kosten-das-kommt-auf-die-apotheker-zu/


Bundesrat möchte das Makeln von E-Rezepten durch Drittanbieter verhindern

Dies ist ein Ergebnis der Bundesratssitzung der vorigen Woche zum „Apotheken-Stärkungsgesetz“:

„Bezüglich der Einführung des E-Rezeptes fordern die Länder, dass das „Makeln“ digitaler Verordnungen auch Dritten – also beispielsweise externen Dienstleistern – verboten wird. Bislang heißt es im Gesetz lediglich, dass Ärzte und Versender E-Rezepte nicht untereinander zuweisen dürfen, das „Lenken“ der Patienten hin zu Versandhändlern soll so verhindert werden. Von Drittanbietern, die sich in eine mögliche „Vermarktung“ der digitalen Verordnungen einmischen, ist im Entwurf bislang keine Rede, dies ist aber eine wichtige Forderung der ABDA. Die Länder fürchten, dass ohne eine solche Regelung das Zuweisungsverbot umgangen werden könnte“, heißt es im Beitrag von DAZ Online.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/09/23-09-2019/laender-wollen-das-makeln-von-e-rezepten-durch-drittanbieter-verhindern


Gesundheitsbranche bereitet sich am Besten auf die Digitalisierung vor

In keiner anderen Branche würden die berufstätigen Menschen mehr Weiterbildungsangebote auf dem Gebiet wahrnehmen.

„In 88 Prozent der Gesundheitsunternehmen werden demnach digitale Weiterbildungsformen eingesetzt. Insbesondere firmeninterne kooperative Lernplattformen und Wissensbibliotheken sowie digitale Arbeitsmittel als Weiterbildungsmedium kommen dabei zum Einsatz. Derartige Angebote werden in der Gesamtwirtschaft nur zu 84 Prozent angeboten“, schreibt das Handelsblatt.

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/studie-gesundheitsbranche-spitzenreiter-bei-vorbereitung-auf-digitalisierung/25033104.html


Im globalen Vergleich liegt China vor, wenn es um digitales Gesundheitswesen geht

Das ergab der 4. von Philips in Auftrag gegebene Future Health Index.

„Als Musterspiel für den Einsatz von Digital Health-Technologien gilt China. In China werden Technologien zum Tracken von Gesundheitsdaten (Blutdruck, körperliche Aktivität, Gewicht) von medizinischen Fachkräften nicht nur deutlich öfter empfohlen als im Gesamtschnitt der 15 untersuchten Länder, sondern Patienten, die diese Technologien nutzen, sehen in den damit erhobenen Daten auch deutlich öfter einen Anlass, einen Arzt aufzusuchen (80 % gegenüber 47 % im 15-Länder-Schnitt). Danach folgen Saudi-Arabien (74 %) und Indien (70 %)“, fasst e-health.com zusammen.

https://e-health-com.de/details-news/globales-e-health-barometer-sieht-china-vorn/


Das Projekt „Medizin 4.0“ nimmt ethische Fragen bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen in den Blick.

Ein Interview mit Projektleiter Eckhard Nagel von der Universität Bayreuth:

„Bei der Digitalisierung in der Medizin hilft es, Fragen zu formulieren, die den Rahmen der Problemstellungen umreißen: Wer darf gesundheitsbezogene Daten einsehen, die in einer App erhoben werden? Und wer trägt die Verantwortung dafür beziehungsweise wem gehören diese Daten? Ist Verantwortung im Technologiebereich anders als in anderen Lebenskontexten zu definieren und zu gestalten? Inwieweit können/sollen selbst erhobene Daten von Patienten in die Diagnose und Behandlungsentscheidung einbezogen werden? Inwieweit müssen/dürfen solche Daten der Gesellschaft und der Forschung zur Verfügung gestellt werden? Welchen generellen Stellenwert, welchen spezifischen medizinischen Wert haben diese Daten?“, so Eckhard Nagel.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/105564/Der-Wandel-durch-die-Digitalisierung-betrifft-jeden-Arzt


KBV sieht Informationsbedarf über eGK bei Patienten

Arztpraxen wüssten inzwischen recht gut über die Telematikinfrastruktur und Gesundheitsanwendungen der elektronischen Gesundheitskarte Bescheid, doch auch Patienten müssten informiert werden.

„Auch wenn die Krankenkasse für ihre Versicherten der erste Ansprechpartner sein sollten, werden Fragen zur eGK und zur TI häufig schon in der Praxis relevant. Die KBV hat deshalb eine Patienteninformation zum VSDM bereitgestellt, das Ärzte und Psychotherapeuten ausdrucken und nutzen können“, heißt es auf der Webseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

https://www.kbv.de/html/1150_42262.php


YouTube Tutorial für den elektronischen Terminservice von der KBV

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat ein mehrteiliges Video-Tutorial erstellt.

„Dieses Tutorial zeigt, wie Praxen sich im eTerminservice anmelden und ihr Praxisprofil definieren können. Für die Anmeldung werden die KV-Zugangsdaten benötigt oder ein gesondertes Benutzungskonto, das Praxen von ihrer KV erhalten“, so die KBV auf YouTube.

https://www.youtube.com/watch?v=UjkgL-Jlh_s


Barmer-Versicherung will für Übersicht bei Gesundheits-Apps sorgen

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„Die mittlerweile unüberschaubare Zahl an Gesundheits-Apps stellt uns vor große Herausforderungen. Wir stehen in der Verantwortung, vor allem die Patientinnen und Patienten vor unseriösen Anwendungen zu schützen. Dafür arbeiten wir eng mit den Ärztinnen und Ärzten zusammen“, sagt der Vorsitzende des Digitalisierungsausschusses beim Barmer-Verwaltungsrat Ronald Krüger.“

https://e-health-com.de/details-news/barmer-startet-rollout-ihrer-app-toolbox/


CGM bietet Potenzialrechner für NFDM an

So lassen sich online Beispielrechnungen durchführen, die von den Fallzahlen pro Praxis abhängen.

„Der Potenzialrechner errechnet beispielhaft Ihre mögliche Vergütung für das Anlegen und Verwalten von Notfalldatensätzen (NFD) innerhalb eines Quartals“, heißt es auf der Seite des Online-Tools.

https://www.cgm.com/de/telematikinfrastruktur_de/die_anwendungen_in_der_ti/ti_notfalldatenmanagement/nfdm.de.jsp


Bundesregierung antwortet auf Kleine Anfrage zum Health Innovation Hub

Die LINKE stellte v.a. Fragen mit Blick auf potenzielle Interessenkonflikte der Mitglieder des hih:

„Mit dem hih soll die digitale Transformation des Gesundheitswesens zum Wohle der Patientinnen und Patienten weiter befördert werden. Ziel ist es, ein tiefe-res Verständnis für die Digitalisierung im Gesundheitswesen zu fördern, Innovationen frühzeitig zu erkennen und im Hinblick auf Ihre Anwendung im Gesundheitswesen zu bewerten sowie in den Dialog über deren technologische, gesellschaftliche und rechtliche Auswirkung zu treten.Der hih ist eine zentrale Anlaufstelle und bietet damit allen Akteuren im Gesundheitswesen eine Dialogplattform. Aufgrund dieser Ausrichtung des hih, als öffentlich adressierbarer und unabhängiger Diskussionsraum wesentlicher Aspekte der Digitalisierung des Gesundheitswesens, werden mögliche Interessenskonflikte verhindert.Für die im hih tätigen Personen wurden zudem verschiedene, unterschiedliche Kompetenzprofile definiert, die sich an der Programmatik des hih ausrichten. Im Rahmen des Besetzungsprozesses wurde sichergestellt, dass die verschiedenen Personen, die Anforderungen dieser Kompetenzprofile erfüllen.Darüber hinaus ist vertraglich abgesichert, dass zusätzliche Arbeitsverhältnisse, Nebenbeschäftigungen oder Beteiligungen angezeigt bzw. offengelegt werden müssen. Zudem wurden Regelungen für die Annahme von Belohnungen und Geschenken sowie Verschwiegenheit bzgl. interner Angelegenheiten getroffen. Die Geltung der Korruptionspräventionsrichtlinie der Bundesverwaltung ist sichergestellt“, heißt es in der Antwort der Bundesregierung.

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/129/1912961.pdf


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