Linkschau Digitales Gesundheitswesen
In unserer Linkschau tragen wir regelmäßig relevante Meldungen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. So bleiben Sie im Bilde und sind zu aktuellen Entwicklungen informiert und auf dem Laufenden.


KBV-Vorstand Kriedel strebt ein einheitliches E-Rezept-Modell an

Mit Blick auf das Signaturverfahren sieht Kriedel noch Anpassungsbedarf beim E-Rezept:

„Ein einfaches Verfahren ist entscheidend für die Akzeptanz des E-Rezepts in den Praxen. Gesetzlich ist aktuell die qualifizierte elektronische Signatur – kurz QES – beim E-Rezept vorgesehen. Dieses Signaturverfahren ist nicht sehr anwenderfreundlich und im Praxisalltag – man denke an die Vielzahl der Rezepte – viel zu zeitaufwendig. Hier brauchen wir eine andere Lösung, die praktikabel und trotzdem sicher ist“, sagt Dr. Thomas Kriedel KBV-Vorstand.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/09/04-09-2019/aerzte-sollten-nicht-zwischen-einzelnen-produkten-waehlen-muessen


E-Rezept könnte Marktposition von Versandapotheken stärken

Wenn Versandapotheken in Ballungsräumen die Belieferung am selben Tag ins Programm nähmen, könnte ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der stationären Apotheken entfallen:

„Das eRezept macht es auch den Versendern einfacher, ihren Marktanteil an verschreibungspflichtigen Medikamenten zu steigern“, so Marcus Freitag vom Pharmahändler Phoenix Deutschland.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/markt/same-day-delivery-phoenix-chef-warnt-apotheken-erezept-macht-es-versendern-einfacher/


Checkliste für TI-Anbindung in Apotheken

Die Gematik hat ihr Informationsmaterial für Dienstleister erneuert, die Apotheken vor Ort an die Telematikinfrastruktur anschließen.

„Damit am Installationstag alles Notwendige vorliegt und der Apothekenbetrieb so wenig wie möglich eingeschränkt wird, unterstützt die gematik mit einer neu veröffentlichten Checkliste bei der Vorbereitung und erklärt die wichtigsten TI-Produkte, die der Apotheker für den Anschluss seiner Apotheke benötigt“, so die Gematik.

https://www.gematik.de/news/news/telematikinfrastruktur-in-apotheken-gematik-unterstuetzt-die-installation-mit-einer-checkliste/


So organisieren andere Länder den digitalen Wandel im Gesundheitswesen

Überblick der Skype-Interviews, die die Bertelsmann Stiftung im Rahmen ihres Projekts „Der digitales Patient“ geführt hat.

„Im kanadischen Kontext, wie auch in anderen Ländern der Welt ist es ein langer Weg bis hin zu einer digitalen Zukunft und Integration virtueller Versorgung in die reguläre Gesundheitsversorgung. Einige der allerersten Bemühungen bezogen sich auf Einsatzmöglichkeiten in der Verwaltung, wie Versicherungen oder bei der Abrechnung. Es gab auch einige frühe Anwender, wie Ärzte und Krankenschwestern und andere Fachleute, die davon begeistert waren. Sie sahen sich entweder selbst nach bereits verfügbaren Lösungen um, oder bauten sich zunächst eigene. So begann der Digitalisierungsprozess. Dies wurde dann im Laufe der Zeit viel zentraler und zu einem festen Bestandteil der Art, wie viele Ärzte die Versorgung anbieten und wie viele Patienten versorgt werden. Es war eine stetige Entwicklung und geschah im Laufe einiger Jahrzehnte“, berichtet Jennifer Zelmer.

https://blog.der-digitale-patient.de/interviews-im-ueberblick/


Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung (DPV) fordert Änderungen am Digitale Versorgungs-Gesetz (DVG)

Im Sommer legte das Bundesgesundheitsministerium den Kabinettsentwurf zum DVG vor, im Herbst wird das Gesetz im Bundestag beraten.

„Therapie-Apps dürfen nur auf Verordnung angewandt werden – und nicht auf Veranlassung der Krankenkassen. […] Apps können zwar eine gute unterstützende Wirkung haben, aber die Risiken eines unbegleiteten Einsatzes ohne fachliche Diagnostik und Indikationsstellung werden unterschätzt“, so Barbara Lubisch, Bundesvorsitzende der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV).

https://e-health-com.de/details-news/deutsche-psychotherapeuten-vereinigung-fordert-nachbesserungen-im-digitale-versorgung-gesetz/


Deutscher Apotheker Verband setzt auf eigene Patienten-App

Die Deutsche Apotheker Zeitung stellt das Projekt vor:

„In Vorbereitung auf das E-Rezept arbeitet der DAV an einer Patienten-Web-App, die nach derzeitigen Plänen Anfang 2020 an den Start gehen soll. Die App soll Patienten den diskriminierungs-, werbe- und kostenfreien Transport von E-Rezepten ermöglichen,“ fasst die DAZ zusammen.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/09/05-09-2019/patienten-app-des-dav


Auch Unternehmen aus dem Ausland drängen auf den deutschen E-Rezept-Markt

Zum Beispiel das schwedische Unternehmen Kry, das in Frankreich unter dem Namen „Livi“ am Markt operiert.

„Auch in Schweden muss der Patient aber immer explizit zustimmen, wenn ein Gesundheitsdienstleister auf seine Daten zu[greift. …] Insgesamt muss man aber sagen, dass die Schweden bei dem Thema weniger sensibel sind als die Deutschen. Es gibt da ein über Jahrzehnte etabliertes staatliches Gesundheitssystem, dem die Menschen vertrauen“, berichtet Dr. Cristina Koehn vom schwedischen Telemedizinanbieter Kry.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/apothekenpraxis/erezept-anbieter-wir-wollen-alle-apotheken/


AOK Bayern setzt auf digitale Krankenscheine

Die AOK testet den elektronischen Krankenschein zusammen mit 130 Arztpraxen:

„Für die Praxen ändert sich nichts. Über die bestehende Praxisverwaltungssoftware wird die AU-Meldung erzeugt und durch das Arztnetz datenschutzgerecht an die AOK Bayern übermittelt,“ zitiert Apotheke Adhoc einen Sprecher der AOK.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/aok-bayern-fuehrt-digitale-krankenscheine-ein/


Else-Kröner-Fresenius-Zentrum für Digitale Gesundheit Dresden gegründet

Die Else-Kröner-Stiftung fördert die gemeinsame Initiative der Dresdner Hochschulmedizin mit der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik und der Fakultät Informatik der TU Dresden über zehn Jahre mit 40 Millionen Euro.

„Schon heute ist ein Großteil unseres medizinischen Wissens und unsere klinische Dokumentation digital. Die Vorteile der Digitalisierung kommen aber noch viel zu wenig bei den Patienten und unseren Kolleginnen und Kollegen im medizinischen Arbeitsalltag an. Das war unsere Motivation als Ärzte, einen neuen und engeren Austausch mit dem Hochtechnologiecampus der TU Dresden zu suchen […] Unsere europäischen Werte und unsere Vision für eine patientenzentrierte digitale Medizin der Zukunft können wir nur einbringen, wenn wir aktiv gestalten und mit unseren Innovationen international führend sind“, so Prof. Dr. Jochen Hampe, Gastroenterologe am Universitätsklinikum Dresden und Sprecher des Zentrums.

https://www.kma-online.de/aktuelles/klinikbau/detail/dresden-gruendet-else-kroener-fresenius-zentrum-fuer-digitale-gesundheit-a-41908


Auch die Onkologie profitiert von der Digitalisierung

Da Krankheitsverläufe von Krebspatienten sind sehr verschieden. Große Datenmengen können die individuelle Behandlung voranbringen.

„Die Bildgebung spielt dabei natürlich eine zentrale Rolle. Sie ist unentbehrlich für die Detektion und Charakterisierung maligner Tumoren, das Aufspüren von Metastasen und die Beurteilung des Therapieansprechens. Gleiches gilt für bildgesteuerte Biopsien und interventionelle Eingriffe. Mit bildgebenden Systemen allein ist es aber nicht getan. Um die Herausforderungen einer qualitativ hochwertigen und wirtschaftlichen Versorgung von Krebspatienten zu meistern, braucht es vor allem digitale Unterstützung“, so Michael Heider von der Philips GmbH.

https://www.kma-online.de/unternehmen/philips/news/detail/interview-mit-michael-heider-leader-precision-diagnosis-philips-gmbh-market-dach-tumorboard-40-digitales-arbeiten-in-der-onkologie-a-41866


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