Linkschau Digitales Gesundheitswesen #31

Linkschau Digitales Gesundheitswesen
In unserer Linkschau tragen wir regelmäßig relevante Meldungen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. So bleiben Sie im Bilde und sind zu aktuellen Entwicklungen informiert und auf dem Laufenden.


Bündnis kritisiert fehlende Verantwortung für Datenschutz bei der Telematikinfrastruktur

Ein Bündnis, dem auch die Freie Ärzteschaft und die Digitale Gesellschaft angehören, kritisiert die Telematikinfrastuktur als „verantwortungsfreie Zone“, da es keinen Verantwortlichen für den Datenschutz gebe.

„Wenn offensichtlich die datenschutzrechtlichen Bedingungen für die TI nicht erfüllt sind, müsste eine vorübergehende oder endgültige Beschränkung der Verarbeitung verhängt werden (Art 58 DSGVO) […] Die Datenschutzfolgenabschätzung muss von einem unabhängigen, interdisziplinären Team erstellt werden, das sich um den Schutz der Grundrechte der Betroffenen kümmert“, sagt Dr. Elke Steven von der Digitalen Gesellschaft e.V.

https://www.kma-online.de/aktuelles/politik/detail/telematik-infrastruktur-ohne-datenschutzrechtlich-verantwortlichen-a-41790


Curriculum für „Digitale Gesundheitsanwendungen in Praxis und Klinik“ der Bundesärztekammer

Mit dieser Weiterbildungsinitiative machen die Ärztekammern Ärzte und Ärztinnen fit für den digitalen Wandel im Gesundheitswesen.

„Ziel des Curriculums ist die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen im Umgang mit digitalen Gesundheitsanwendungen sowie zu Fragen der Vernetzung in Praxen und Kliniken. Bei den Teilnehmern des Kurses soll ein breites Grundverständnis für die prinzipiellen Problemstellungen der Zusammenarbeit von Informationssystemen geschaffen werden, welche die Grundlage für innovative Telematik- und Telemedizinanwendungen darstellen“, heißt es in der Zielsetzung.

https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/Fortbildung/Curr_Digitalisierung.pdf


Senkung der TI-Erstattungspauschalen erst ab kommendem Jahr

Die Krankenkassen hätten die Erstattungspauschalen für die TI-Konnektoren gerne schon für 2019 von 1.547 Euro auf 1.014 Euro gesenkt. Dies geschieht nun erst für das kommende Jahr. Für stationäre Kartenterminals gibt es dagegen bereits ab Oktober 2019 100 Euro mehr von den Krankenkassen, nämlich 535 Euro.

„Damit haben alle Praxen, die die nötige Technik bestellt haben, die Sicherheit, dass sie die bisher gültigen Pauschalen erhalten“, so KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel.

https://www.kbv.de/html/1150_41856.php


Fortsetzung der E-Rezept-Artikelreihe

Schon in der letzten Linkschau 30 haben wir auf die Themenwoche der DAZ verwiesen, die sich mit dem E-Rezept beschäftigt. Inzwischen sind weitere Beiträge dazugekommen: z.B. „Welche Regelungen müssen für das E-Rezept noch verändert werden?“, „Krankenkassen fordern E-Rezept-Pflicht für Ärzte und Patienten“ und „E-Rezept: Diese Rezepttypen gibt es zum Start“
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/themen/thema/e-rezept


KBV-Übersicht: Wer wird wann an die TI angeschlossen

Nach den niedergelassenen Ärztinnen, Zahnarztpraxen und Psychotherapeuten, sollen als nächstes die Apotheken und Kliniken folgen. Auch die Krankenkassen selbst müssen angebunden werden. Welche Termine für welche Berufsgruppe geplant ist, zeigt diese Übersicht auf:
https://www.kbv.de/html/1150_41812.php


Honorarverhandlungen zwischen der KBV und dem GKV-Spitzenverband gibt Anreize für mehr Videosprechstunden

So sehen es die Beschlüsse für die Honorare für 2020 vor.

„Mit der vereinbarten Anschubförderung für Videosprechstunden wollen wir einen Impuls geben, damit sich das Versorgungsangebot für unsere Versicherten weiter erhöht und flexibilisiert“, sagt Stefanie Stoff-Ahnis aus dem Vorstand des GKV-Spitzenverbandes.

https://www.krankenkassen-direkt.de/news/pr/mitteilung.pl?id=2307640


DAV wirbt für eigene E-Rezept-App

Der Deutsche Apothekerverband (DAV) konnte laut eigener Angaben bereits mehr als die Hälfte der deutschen Apotheken zur Registrierung in der DAV-App animieren.

„Je mehr Apotheken sich vorab für das Online-Angebot der deutschen Apothekerschaft aussprechen, desto mehr Gewicht hat unser gemeinsames Projekt bei künftigen Entscheidungen mit unseren Partnern im Gesundheitswesen,“ zitiert DAZ Online den DAV.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/08/29/ueber-die-haelfte-aller-apotheken-fuer-dav-app-nbsp-registriert


Hinweise zur Anforderungen an die Firewall bzgl. der TI-Anbindung

Die Gematik stellt im eigenen Fachportal zentral Informationen zu den Voraussetzungen für die datensichere Anbindung an die Telematikinfrastruktur bereit.

„Im Fachportal der gematik stehen nun neu Informationen der Anbieter des VPN-Zugangsdienstes, von Kartenterminalherstellern und Konnektorherstellern bereit. Hierbei handelt es sich insbesondere um Hinweise der Hersteller zu Firewall-Anforderungen“, heißt es bei der Gematik.

https://www.gematik.de/news/news/it-sicherheit-in-arztpraxen-gematik-veroeffentlicht-hinweise-der-hersteller-zu-firewall-anforderunge/


KV-Connect statt KOMM-LE

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung sendet unterschiedliche Signale, mit welcher Lösung die sichere Kommunikation zwischen Ärzten künftig stattfinden soll. Bislang ist KOM-LE gesetzt.

„Nun hat sich die KBV allerdings insofern zwischen die Stühle gesetzt, als sie mit ihrer Tochter, der KV Telematik, gleichzeitig das sichere Netz der KVen vorangetrieben hat, mit seinem Kommunikationsstandard KV Connect, der aktuell – ähnlich wie einst D2D – von etwa 12000 Ärzten genutzt wird. Bei der KV Telematik würde man deswegen lieber KV Connect zum Standardkommunikationskanal der Leistungserbringer machen – mit der Begründung, dass dieser Kanal mittlerweile ein gewisses Standing innerhalb der Ärzteschaft hat“, heißt es in dem Beitrag.

https://e-health-com.de/details-news/doctor-to-doctor-kommt-le/


Notfall-App der Kassenärztlichen Vereinigungen

Die App soll den Zugang zu Praxen oder dem Notruf über die drei Dringlichkeitsstufen „Sofort“, „Heute“ und „Bald“ organisier

„Damit ist bereits bei der Terminbuchung eine fallbezogene Verknüpfung zwischen dem überweisenden Arzt und dem Facharzt, den der Patient auswählt, hergestellt. Relevante Versorgungsinformationen wie etwa Befunde können dann direkt als eArztbrief verschlüsselt elektronisch übermittelt werden“, erklärt der Chef der KV Telematik Florian Fuhrmann.

https://e-health-com.de/details-news/notfall-app-der-kven-kommt/


„Whatsapp-Krankenschein“ nun doch nicht per Whatsapp

Ursprünglich kündigte das Portal „AU-Schein.de“ die Möglichkeit an, Arbeitsunfähigkeitsbelege künftig per Whatsapp an den Arbeitgeber schicken zu können.

„Statt der Versendung über den zu Facebook gehörenden Dienst bekommt nun jeder Patient eine Bestellnummer per Mail und einen Code per SMS. Mittels Zwei-Faktor-Authorisierungssystem kann die Krankschreibung dann auf der Webseite des Unternehmens von einem deutschen Server herunterladen und entschlüsseln werden. Das Original werde dann wie bisher per Post versendet“, fasst Apotheke Adhoc den Stand zusammen.

https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/markt/whatsapp-krankenschein-jetzt-ohne-whatsapp/


Viele Deutsche bereit zur Gesundheitsdatenspende

Jedenfalls dann, wenn die Daten anonym übermittelt werden:

„Die Bereitschaft der Menschen, mit Hilfe ihrer Gesundheitsdaten zur früheren Erkennung und besseren Behandlung von Krankheiten beizutragen, ist erfreulich groß. Es ist nun die Aufgabe der Forschenden gemeinsam mit der Politik zügig die rechtssichere und vertrauenswürdige Umgebung für eine solche Forschungsdatenspende bereitzustellen. Dies kann nur im Dialog mit den Patientinnen und Patienten gelingen“, sagt Sebastian C. Semler, Geschäftsführer der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung.

http://www.medizin-edv.de/modules/AMS/article.php?storyid=4812


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