Linkschau Digitales Gesundheitswesen #27

Linkschau Digitales Gesundheitswesen
In unserer Linkschau tragen wir regelmäßig relevante Meldungen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. So bleiben Sie im Bilde und sind zu aktuellen Entwicklungen informiert und auf dem Laufenden.


Datenleck beim thailändischen Gesundheitsministerium

Sensible Gesundheitsinformationen auch von deutschen Touristen waren im Netz.

„Das ist absolut unakzeptabel […] Wir wissen nicht, ob das nur die Spitze des Eisberges ist“, wird SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zitiert.

https://www.tagesschau.de/inland/urlauber-thailand-datenleck-101.html


Umfrage zeigt Sorge um Datensicherheit in der Telemedizin

Eine Studie Nürnberger Versicherung identifiziert Datensicherheit als kritisches Thema.

„7 Prozent der Befragten fürchten bei einer telemedizinischen Behandlung um die Sicherheit ihrer Daten. Diese Sorge nehmen wir ernst. Zunächst erhält daher nur der Kunde Einsicht in seine Angaben. Möchte er aber Informationen mit einem Arzt für eine Beratung oder eine Zweitmeinung teilen, kann er ihm Zugriff darauf gewähren“, sagt Jürgen Hertlein, Produktmanager der Nürnberger Versicherung.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/befragte-befuerchten-sicherheitsluecken-a-41495


Verschiedene Modelle der Patientenakte im Vergleich

Das DICOM-Treffen 2019 bot einen Erfahrungsaustausch über das Elektronische Patientendossier „EPD“ der Schweiz, die Elektronische Gesundheitsakte „ELGA“ Österreichs und die Angebote der AOK.

„Woran hakt nun die Einführung des EPD? Vorrangig an den unterschiedlichen Voraussetzungen. So müssen etwa Spitäler schon im kommenden April bereit sein, Pflegeheime und Geburtshäuser haben aber zwei Jahre länger Zeit. Und die Teilnahme im ambulanten Bereich ist gar freiwillig. Hausärzte und Apotheken müssen also nicht mitmachen“, heißt es in dem Bericht.

https://e-health-com.de/details-news/ein-steiniger-weg-zur-patientenakte/


Keine Pflicht zum eRezept für Ärzte

Praktikabilität und der Wunsch der Behandelten steht im Vordergrund.

„Damit können Ärzte das elektronische Rezept immer dann verwenden, wenn sie es für sinnvoll erachten oder der Patient es wünscht“, sagt KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel.

https://www.kbv.de/html/1150_41540.php


Ausnahmen von der VSDM-Pflicht

Das Versichertenstammdatenmanagement ist als erste Anwendung der Telematikinfrastruktur für Ärzte verpflichtend. Dennoch gibt es Ausnahmen.

„Ausnahmen von der VSDM-Pflicht gibt es nur, wenn im konkreten Versorgungskontext kein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt stattfindet. Dies betrifft vor allem Pathologen und Laborärzte. […] Mobile Terminals können nicht mit der Telematikinfrastruktur (TI) verbunden werden, sie arbeiten nur im Offline-Betrieb. Und es ist lediglich ein Auslesen der auf der eGK gespeicherten Versichertendaten möglich. In diesen Fällen kann und muss bei dem Patienten kein VSDM durchgeführt werden“, heißt es in einem Beitrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

https://www.kbv.de/html/1150_41516.php


Telemedizin mit Apotheken

Die Apothekerkammer Schleswig-Holstein möchte nun auch Apotheken in Projekte zur Telemedizin einbinden.

„Was nützt es, wenn die Patienten per Internet den Arzt konsultieren, sich dann aber doch das Papier-Rezept abholen müssen?“, fragt der Geschäftsführer der Apothekerkammer Schleswig-Holstein Frank Jaschkowski.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/07/25/tele-medizin-im-norden-bald-auch-apotheker-mit-vernetzt


Japan setzt auf Big Data im Gesundheitssektor

Das Land hat mit ähnlichen gesellschaftlichen Entwicklungen zu kämpfen wie Deutschland.

„Um besser auf den demografischen Wandel vorbereitet zu sein, hat die japanische Regierung begonnen, ihre medizinischen und pflegerischen Systeme zu modernisieren, indem sie den Zugang zu IT-Lösungen und Daten vereinfacht. Dazu gehört die Einführung des im Mai 2018 in Kraft getretenen Next Generation Medical Foundation Law, welches es ermöglicht, dass Gesundheits- und Pflegedaten, die über verschiedene Leistungserbringer oder Krankheitsbilder verstreut sind, leichter verfügbar und nutzbar werden. Auf diese Weise will die Regierung dafür sorgen, dass die Datenverarbeitung sich am Patientenwohl orientiert und es einfacher machen, zu verstehen, wo und wann medizinische und pflegerische Probleme im Einzelnen auftreten könnten“, berichtet eHealth.com

https://e-health-com.de/details-news/big-data-im-gesundheitswesen-japan-als-vorbild/


DGPPN verlangt Qualitätsstandards für Gesundheits-Apps

Für die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) sind gesicherte evidenzbasierte Qualitätskriterien notwendig, um Gesundheits-Apps als Medizinprodukte zuzulassen.

„Der Patient muss gute und gesundheitsfördernde Apps erkennen können. Es muss für ihn transparent sein, welche Online-Angebote nur reine Lifestyle-Apps sind und welche Hilfe bei schwerwiegenden Erkrankungen bieten können. Wesentlich für die Qualität einer Gesundheitsanwendung ist beispielsweise, ob sie von Fachexperten entwickelt wurde, ob der Datenschutz gesichert ist und ob weiterführende Hilfen angeboten werden“, sagt Dr. Iris Hauth, Vorstandsmitglied der DGPPN.

https://e-health-com.de/details-news/e-mental-health-dgppn-fordert-mehr-evidenz-fuer-gesundheits-apps/ [Link nicht mehr verfügbar]


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