Linkschau Digitales Gesundheitswesen #23

Linkschau Digitales Gesundheitswesen
In unserer Linkschau tragen wir regelmäßig relevante Meldungen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. So bleiben Sie im Bilde und sind zu aktuellen Entwicklungen informiert und auf dem Laufenden.


Frist zum Anschluss an die Telematikinfrastruktur verstrichen

Etwa 100.000 von 180.000 Praxen sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums bereits an die TI angeschlossen, weitere 20.000 haben bestellt. Auf Praxen, die zum Juli noch nicht an die TI angebunden sind, kommen Honorarkürzungen zu.

„Konkret geht es nun um eine Kürzung um ein Prozent. Das entspreche im Schnitt etwa 200 Euro im Monat […] Dies orientiert sich daran, dass Ärzte und Psychotherapeuten im ersten Quartal 2018 im Schnitt rund 65 000 Euro für die Behandlung von Kassenpatienten bekommen haben. Bei Fachärzten mit insgesamt etwas höheren Honoraren dürfte die Kürzung im Schnitt nun bei knapp 300 Euro im Monat liegen“, zitiert die Nachrichtenagentur dpa das Bundesgesundheitsministerium.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/finanzielle-sanktionen-fuer-erste-praxen-greifen-a-41142

Die Deutsche Apotheker Zeitung weist darauf hin, dass mit dem Digitalen Versorgungsgesetz (DVG) auch für Apotheken eine Frist zur TI-Anbindung kommen soll. Der Gesetzesentwurf sieht die Frist mit dem März 2020 ablaufen.
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/07/02/bmg-60-000-arztpraxen-drohen-regresse-wegen-ti-verspaetung


Präsident der Landesärztekammer Hessen sieht Verbesserungsbedarf beim Digitalen Versorgungsgesetz (DVG)

Durch das Gesetzt würden Krankenkassen, die für die Kostenerstattung von Leistungen zuständig seien, selbst zu Leistungsanbietern.

„Nach wie vor steht die vertrauensvolle Arzt-Patienten-Beziehung im Mittelpunkt des Gesundheitswesens, daran darf sich auch durch die Digitalisierung nichts ändern. Wichtig ist außerdem, dass die Nutzung digitaler Anwendungen durch Patienten ausschließlich auf freiwilliger Basis erfolgt“, so Dr. med. Edgar Pinkowski, Ärztekammerpräsident Hessen.

https://www.laekh.de/presse/aktuelle-pressemitteilungen/6124-pm-2019-06-28-digitale-versorgung-gesetz


Bertelsmann Stiftung lädt zum #FutureMedTalk am 11. Juli

Das Projekt „Der digitale Patient“ bespricht in einer offenen Online-Session die Zukunft der Telemedizin:

„Was in anderen Gesundheitssystemen bereits selbstverständlicher Teil des Versorgungsalltags ist, soll nun auch in Deutschland Realität werden: Telemedizin zwischen Arzt und Patient. Doch welche Behandlungsanlässe eignen sich für den „virtuellen“ Arzt-Patienten-Kontakt, welche nicht? Entsteht ein komplett neuer Versorgungssektor neben dem ambulanten und dem stationären? Wer wird künftig Anbieter von Videosprechstunden sein: der einzelne Arzt, die Kassenärztliche Vereinigung oder Unternehmen? In einer Online-Session im Rahmen der Diskursreihe #FutureMedTalk möchten wir den Blick einige Jahre in die Zukunft richten und – jenseits aktueller Umsetzungsfragen – mit Experten aus der Praxis diskutieren, wie sich das Feld der digitalen Fernbehandlung entwickeln wird. Die Session ist offen für alle Interessierten“, heißt es in der Einladung.

https://blog.der-digitale-patient.de/ankuendigung-futuremedtalk-fernbehandlung/


Die Apotheker- und Ärztebank (Apobank) plant Digitalplattform „Univiva“

Zur Sicherung der eigenen Zukunft will sich die Apobank wandeln und digitale Angebote machen.

„Die Plattform soll als zentrale Anlaufstelle im Gesundheitsmarkt ausgebaut werden und sich zu einem unabhängigen Vermittler von allen relevanten Produkten und Dienstleistungen für Heilberufler entwickeln. Anfang Juli starten wir zunächst mit der Vermittlung von Fort- und Weiterbildungen für Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte und Apotheker. Unser Ziel ist, die Plattform als One-Stop-Shop für Dienstleistungen im Gesundheitsmarkt zu etablieren“, so Vorstandschef Ulrich Sommer auf der Vertreterversammlung in Düsseldorf.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/07/02/apobank-will-mit-gesundheitsplattform-geld-verdienen


FDP befragt die Bundesregierung zu Videosprechstunden für Hebammen und zur Medizinprodukteindustrie

Die liberale Fraktion im Bundestag richtet mit zwei kleinen Anfragen an die Regierung den Blick auf die Digitalisierung im Gesundheitswesen.

„Während der Kontakt vor Ort mit einer Hebamme den Optimalfall darstellt, kann die digitale Beratung vor dem Hintergrund des aktuell bestehenden Hebammenmangels in Fällen der Beantwortung von Fragen Schwangerer aus Sicht der Fragesteller eine ergänzende Möglichkeit sein, dem akuten Versorgungsmangel entgegenzuwirken“, heißt es in der Anfrage zu den „Chancen der Digitalisierung für die Hebammenversorgung.

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/111/1911135.pdf

Eine zweite Anfrage beschäftigt sich mit den „Auswirkungen der neuen Medizinprodukteverordnung auf kleine und mittlere Unternehmen“:
https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/111/1911131.pdf


Probleme mit Datenschutz und Verschlüsselung im Gesundheitswesen

Eine Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sieht den Schutz von sensiblen Patientendaten nicht immer hinreichend geschützt:

„Demnach setzen neun von zehn Ärzten auf einfach zu erratende Passwörter. Gerne wird der Name des Arztes verwendet oder aber Wörter wie ‚Behandlung‘. In 9 Prozent aller Arztpraxen sowie 60 Prozent der Kliniken werden sogar Login- und Passwort-Kombinationen genutzt, die von Kriminellen im Darknet angeboten werden“, zitiert krankenkassen-direkt.de Patrycja Tulinska, Geschäftsführerin der Internet-Service-Agentur PSW GROUP.

https://www.krankenkassen-direkt.de/news/pr/mitteilung.pl?id=2267712


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