Linkschau Digitales Gesundheitswesen #19

Linkschau Digitales Gesundheitswesen
In unserer Linkschau tragen wir regelmäßig relevante Meldungen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. So bleiben Sie im Bilde und sind zu aktuellen Entwicklungen informiert und auf dem Laufenden.


Ärztetag beschließt Schritte zur Digitalisierung

Die elektronische Patientenakte (ePA) soll schrittweise eingeführt werden. Zudem wurde ein Ordnungsrahmen für die Digitalisierung im Gesundheitswesen formuliert, wonach zum Beispiel Gesundheits-Apps nicht ohne Einbindung der behandelnden Ärzte an Patienten vermittelt werden sollen:

„Krankenkassen sind Kostenträger und sollten über diesen Weg keine medizinischen Leistungen erbringen.“

https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/aerztetag-formuliert-eckpunkte-fuer-ausbau-der-digitalisierung-im-gesundheitswesen-1/


Kassenärztliche Bundesvereinigung setzt sich für digitale Versorgungsplattform ein

Dahingehend möchte die KBV das Gesetzgebungsverfahren zum „Digitale Versorgung Gesetz“ (DVG) beeinflussen.

„Damit die Grundprinzipien der freien Arztwahl und des risikoselektionsfreien Zugangs zur ärztlichen Versorgung im digitalen Zeitalter erhalten bleiben, muss der Gesetzgeber die Etablierung einer digitalen Versorgungsplattform – mit der gebotenen Datensicherheit – zur Aufgabe der KVen und der KBV machen und deren Finanzierung sicherstellen“, heißt es im Beschluss der Vertreterversammlung der KBV vom jüngsten Deutschen Ärztetag.

https://www.kbv.de/html/presse_40795.php


Der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) begrüßt den Entwurf zum „Digitale Versorgung Gesetz“ (DVG)

Gleichzeitig wird die Sicherstellung der Finanzierung angemahnt.

„Mit dem aktuellen Referentenentwurf zum Digitale Versorgung Gesetz nimmt das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung konsequent in den Fokus, was dem Thema die dringend benötigte Relevanz verschafft“, so Sebastian Zilch, bvitg-Geschäftsführer.

https://www.bvitg.de/dvg-digitalisierung-der-gesundheitsversorgung-erhaelt-den-notwendigen-politischen-stellenwert/


Weiterhin Kritik am Datenschutz bei TI-Anbindung

Stichproben von Datenschutzbehörden ergaben, dass Sicherheitskriterien bei der Anbindung an die Telematikinfrastruktur teilweise umgangen wurden:

„Lassen Sie sich von Ihrem IT-Unternehmen schriftlich bescheinigen, dass alle Regeln der TI und des BSI eingehalten werden. Wird die Unterschrift verweigert, kann man davon ausgehen, dass man ein hohes Risiko eingeht“, empfiehlt IT-Fachmann Jens Ernst.

https://www.krankenkassen-direkt.de/news/Vertrauensverhaeltnis-zum-Arzt-gefaehrdet-Patientendaten-in-vielen-Praxen-offenbar-weiterhin-unzureichend-geschuetzt-964091.html


Mängel beim Einbeziehen von Klinikangestellten beim digitalen Wandel

Das ergab die von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie „Digitalisierung im Krankenhaus: mehr Technik – bessere Arbeit?“

„Insgesamt ist durch bisher praktizierte Beteiligungsmethoden die Partizipation der Beschäftigten im Digitalisierungsprozess aus ihrer Perspektive nur gering ausgeprägt. Dies gilt insbesondere für Frauen, Beschäftigte auf Normalstationen und Teilzeitbeschäftigte“, heißt es im Bericht von kma Online.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/klinikmitarbeiter-unzureichend-am-digitalen-wandel-beteiligt-a-40842


Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion Karin Maag äußert sich zum eRezept-Projekt von DocMorris und dem Spitzenverband der Fachärzte (SpiFa)

Patienten sollen die Kontrolle über ihre Daten haben:

„Wir kennen das Projekt ja noch gar nicht. Daher müssen wir erst einmal abwarten, wie das Versorgungskonzept genau funktioniert. Eines sollte den Initiatoren aber auch klar sein: Der Patient entscheidet darüber, wo das E-Rezept hingeht. Nicht der Arzt und schon gar nicht der Versandhändler. Wir haben mit dem Anti-Korruptionsgesetz klar geregelt, dass unerlaubte Absprachen strafbar sind. Diese Regeln gelten auch für den digitalen Bereich. Das Zuweisungsverbot gilt ohnehin. Wir werden darauf achten, ob diese Spielregeln eingehalten werden.“

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/06/03/aerzte-und-versandhaendler-entscheiden-nicht-wo-das-e-rezept-hingeht


So stellen sich Patienten den digitalen Aufnahmeprozess beim Arzt vor

Bereits vor dem Betreten der Klinik sollen die relevanten Informationen parat sein.

„Schon vor meinem Klinik-Aufenthalt stehe ich über das Patientenportal des Krankenhauses im intensiven Dialog und vereinbare meinen Aufnahmetermin über das Service- und Informationscenter. Diverse Formulare sind von mir bereits ausgefüllt“, so heißt es in einer Projektion von Patientenkommentaren.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/patientenerleben-im-smart-hospital-a-40825


Digitale Sprachverarbeitung spart Aufwand

kma Online sieht Chancen für mehr Zeit, die sich Ärzte den Patienten widmen können:

„Mehr und mehr Kliniken stellen ihren Ärzten zusätzlich eine Spracherkennungssoftware zur Verfügung, die Sprache automatisch in Text transkribiert. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz konnten die Hersteller von Spracherkennungstechnologie die Erkennungsquote drastisch steigern, sodass der Arzt oder der Schreibdienst nur noch wenige Korrekturen selbst vornehmen muss“, heißt es im Beitrag.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/der-einsatz-von-spracherkennung-spart-zeit-und-geld-a-40827


Digitale Modelle erleichtern den Klinikbau

Das Knappschaftskrankenhaus in Dortmund setzt beim Bau auf Virtual Reality:

„Eine 3D-Visualisierung bringt den Anwendern die Planung zwar schon sehr nahe. Allerdings hat Virtual Reality den Vorteil, dass man damit sogar die einzelnen Laufwege bewerten kann. Man hat auch tatsächlich ein Gefühl für die Raumgröße und für die einzelnen Abmessungen und Abstände, die man auf 3D Plänen oder in der bloßen Ansicht auf einem Blatt Papier nicht hat“, so der Architekt Alex Philipp.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/virtual-reality-brillen-erleichtern-die-bauplanung-a-40811


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