Linkschau Digitales Gesundheitswesen #17

Linkschau Digitales Gesundheitswesen
In unserer Linkschau tragen wir regelmäßig relevante Meldungen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. So bleiben Sie im Bilde und sind zu aktuellen Entwicklungen informiert und auf dem Laufenden.


Gesundheits-Apps auf Rezept und höhere Sanktionen bei Nicht-Anbindung an die Telematikinfrastruktur

Auch diese Woche haben verschiedene Beiträge den Entwurf für das „Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation“ – auch E-Health-II-Gesetz genannt – zum Thema:

„Der Einsatz von Apps in der Versorgung kann sinnvoll sein. Was aber nicht sein darf, ist, dass der einzelne Arzt sich mit einer Flut verschiedener App-Produkte beschäftigen und genau wissen muss, welche Krankenkasse welche Anwendung erstattet,“ so Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KBV).

https://www.kbv.de/html/1150_40571.php

„Es kann doch nicht sein, dass die zertifizierten Techniker die Geräte installieren und dabei teilweise Schutzsysteme der Praxis vor Hackerangriffen deaktiviert werden, damit die TI reibungslos funktioniert,“ so Bernhard Salomon der IG Med Deutsche Ärztegewerkschaft.

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/jens-spahn-krankenkassen-sollen-gesundheits-apps-zahlen-a-1267608.html


Video der KBV

„Elektronische Signatur darf Praxisabläufe nicht stören“

„Es muss gelingen, eine elektronische Unterschrift schneller und aufwandsärmer hinzukriegen“, so KBV-Vize-Vorstandschef Dr. Stephan Hofmeister im verbandseigenen Video.

https://www.kbv.de/html/1150_40675.php


Bundesregierung antwortet auf kleine Anfrage zur elektronischen Patientenakte (ePA)

Im Bundestag richteten Abgeordnete aus der Fraktion der Grünen einen Katalog von 20 Fragen an die Bundesregierung – jetzt liegen die Antworten vor. Auf die Frage: „Wer soll nach Ansicht der Bundesregierung die Versicherten bei den im Zusammenhang mit einer elektronischen Patientenakte (ePA) zu treffenden Entscheidungen dabei unterstützen, eine informierte Entscheidung beispielsweise bei der Erteilung von Zugriffsrechten für die ePA zu treffen?“, antwortete die Regierung:

„In dem voraussichtlich am 11. Mai 2019 in Kraft tretenden Terminservice- und Versorgungsgesetz ist vorgesehen, dass die Krankenkassen verpflichtet werden, ihre Versicherten spätestens bei der Zurverfügungstellung der elektronischen Patientenakte in allgemein verständlicher Form über deren Funktionsweise, einschließlich der Art der in ihr zu verarbeitenden Daten und über die Zugriffsrechte, zu informieren.“

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/100/1910094.pdf

Eine weitere Anfrage beschäftigt sich mit der „Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen“:
https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/103/1910362.pdf


Spahn erwidert Kritik an Datenschutz bei der elektronischen Patientenakte (ePA)

Zuvor hatte die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass es Patienten nach Einführung der elektronischen Patientenakte zunächst nicht möglich sein werde, einzustellen, welcher Arzt, Therapeut oder Apotheker Zugang zu welchen Informationen haben werde.

„Der Datenschutz ist nicht löchrig. Der Patient entscheidet selbst, welcher Arzt Einblick in seine Patientenakte hat“, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn beim Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit.

https://www.kma-online.de/aktuelles/politik/detail/spahn-weist-datenschutz-kritik-bei-e-patientenakte-zurueck-a-40710


Gematik veröffentlicht zweites Dokumentenpaket für die elektronische Patientenakte (ePA)

Das Dokumentenpaket 3.1.0 beinhaltet Spezifikationen für das ,ePA-Frontend für Versicherte‘ und die kontaktlose Schnittstelle.

„Zusätzlich zum Zugriff des Versicherten auf die ePA mittels eGK, kann – auf expliziten Wunsch des Versicherten – auch ein Zugriff mit einem alternativen Authentisierungsverfahren ohne eGK erfolgen. Dies vereinfacht den Zugriff auf die ePA mit mobilen Endgeräten (Smartphone und Tablets)“, so heißt es auf der Seite der Gematik.

https://www.gematik.de/news/news/elektronische-patientenakte-epa-zweites-dokumentenpaket-veroeffentlicht/


IBM und die Technische Krankenkasse (TK) schreiten mit ihrer Version einer elektrischen Patientenakte voran

Nach einem ersten Testlauf können nun mehr als 10 Millionen TK-Versicherte den „TK Safe“ nutzen.

„Ich war überrascht, dass wir in kürzester Zeit eine sechsstellige Zahl an Interessenten hatten, die die Akte testen wollten. Der Ansturm zeigt, dass Bedarf für ein sicheres und praktisches Tool zum digitalen Gesundheitsmanagement besteht“, so Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK.

https://www.tk.de/presse/themen/digitale-gesundheit/digitale-gesundheitsakte/gesundheitsakte-tk-safe-startet-heute-2063860

Die aktuelle Folge des „eHealth-Podcast“ hat Dr. Susanne Ozegowski zu Gast, die für die Techniker Krankenkasse die elektronische Patientenakte „TK Safe“ verantwortet:
https://www.ehealth-podcast.de/folge-80-tk-safe/


Gematik erarbeitet Konzepte und Spezifikationen für das eRezept

Beim Projekt ,Fachanwendung elektronisches Rezept‘ übernimmt die Gematik die Projektleitung.

„Mit dem gestern beschlossenen Projekt ,Fachanwendung elektronisches Rezept‘ werden die erforderlichen Voraussetzungen geschaffen, dass ärztliche Verordnungen für apothekenpflichtige Arzneimittel in elektronischer Form erstellt, über die Telematikinfrastruktur übermittelt und schließlich ausgegeben werden können“, so schreibt die Gematik.

https://www.gematik.de/news/news/e-rezept-gematik-erhaelt-auftrag-fuer-projektleitung/


Institut für Künstliche Intelligenz in Essen

Die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen und die Universitätsmedizin Essen gründen ein Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin, um KI-Anwendungen in Forschung, Lehre und Krankenversorgung zu testen.

„Die Einrichtung des Instituts für Künstliche Intelligenz in der Medizin in Essen stellt für uns eine unverzichtbare Weichenstellung dar. Denn Künstliche Intelligenz wird Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zukünftig immer stärker darin unterstützen, die Entstehung von Erkrankungen zu erforschen und neue Therapieansätze zu entwickeln. Darum statten wir das Institut von Beginn an mit gleich vier Professuren aus“, so Prof. Dr. Jan Buer, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/essen-gruendet-institut-fuer-kuenstliche-intelligenz-a-40682


Telenotarzt in Nordrhein-Westfalen

Die Landesregierung von NRW möchte das Aachener Telenotarzt-Modell auf das gesamte Bundesland ausweiten.

„Ein Telenotarztsystem kann die Einsatzkräfte in ihrer Arbeit optimal unterstützen und unser sehr gut funktionierendes Rettungssystem sinnvoll ergänzen,“ so der NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/telenotarzt-soll-landesweit-eingefuehrt-werden-a-40654


Studie der Schwenninger Krankenkasse

Für gut 30 Prozent der jungen Deutschen zwischen 14 und 34 gehören Gesundheits-Apps zum Alltag.

„Die Studie zeigt: Gesundheits-Apps sind aus dem Leben vieler junger Bundesbürger kaum noch wegzudenken. Bei den unter 34-Jährigen geht es dabei in erster Linie um Fitness und körperliches Wohlbefinden, echte medizinische Apps spielen noch kaum eine Rolle. Das kommt erst mit steigendem Alter und einer damit verbundenen Zunahme von chronischen Erkrankungen“, so Dr. Tanja Hantke, Gesundheitsexpertin der Schwenninger Krankenkasse.

https://presse.die-schwenninger.de/presse/pressemitteilungen/aktuelles-single/artikel/studie-fuer-30-prozent-der-jungen-bundesbuerger-gehoeren-gesundheits-apps-zum-alltag/
https://presse.die-schwenninger.de/fileadmin/presse/user_upload/Studien/170903_Studie_Zukunft_Gesundheit_2017.pdf


Computerwoche gibt Einschätzung zur Digitalisierungsvorhaben im Gesundheitswesen

Das Magazin nimmt Themen wie Telemedizin, Robotik im Pflegebereich und die Priorisierung von Notfällen in den Blick.

„Spannend bleibt im Kontext von Digital Health die Frage, wie sich der Markt rund um digitale Angebote für den Gesundheits- und Pflegebereich entwickeln wird. Zu den aktuellen Trends zählen unter anderem künstliche Intelligenz, Robotik, Blockchain und Augmented Reality. Während manche dieser Digital-Health-Trends vor allem dieses Jahr so richtig an Fahrt aufnehmen werden, werden andere erst in den kommenden Jahren marktreif sein“, heißt es in dem Beitrag.

https://www.computerwoche.de/a/stand-der-dinge-im-gesundheitswesen,3547053


KBV erklärt, wie die Pauschalen zur TI-Anbindungskostenerstattung zustande kommen

Praxen erhalten die Kosten für die Telematikinfrastruktur in Form von Pauschalen erstattet. Deren Höhe orientiert sich an den Durchschnittswerten der am Markt verfügbaren Angebote. Praxisspezifische Besonderheiten oder IT-Strukturen werden bei der Bewertung nicht berücksichtigt.

„ Ärzte und Psychotherapeuten dürfen das konkrete Produkt aber frei wählen und selbst entscheiden, was am besten zu ihrer Praxis-IT passt. Dabei kann und darf es auch vorkommen, dass der Preis von der Pauschale abweicht – nach oben wie nach unten“, heißt es im Beitrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

https://www.kbv.de/html/1150_40644.php


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