Linkschau Digitales Gesundheitswesen #16

Linkschau Digitales Gesundheitswesen
In unserer Linkschau tragen wir regelmäßig relevante Meldungen zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen zusammen. So bleiben Sie im Bilde und sind zu aktuellen Entwicklungen informiert und auf dem Laufenden.


DVG – Mit dem Entwurf zum „Digitale Versorgung-Gesetz“ legt das Bundesministerium ein zweites E-Health-Gesetz vor

Der Referentenentwurf enthält den Fahrplan bis 2021 inkl. Bestimmungen zu Gesundheits-Apps, Telemedizin und zur elektronischen Patientenakte (ePA). Ein Überblick über erste Reaktionen:

„Der Patient von morgen wird immer noch einen Arzt brauchen. Aber er wird keinen Arzt mehr ernstnehmen, der nur noch über Karteikarten arbeitet,“ so Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Vorstellung des Gesetzesentwurfs.

https://www.kma-online.de/aktuelles/politik/detail/spahn-stellt-digitalstrategie-vor-a-40638

„Der Einsatz von Apps in der Versorgung kann sinnvoll sein. Was aber nicht sein darf, ist, dass der einzelne Arzt sich mit einer Flut verschiedener App-Produkte beschäftigen und genau wissen muss, welche Krankenkasse welche Anwendung erstattet,“ erklärte Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

https://www.kbv.de/html/presse_40554.php [Link inzwischen deaktiviert]

„Bis zum 31. März 2020 müssen Apotheken an die Datenautobahn angeschlossen sein, um den elektronischen Medikationsplan (eMP) künftig bearbeiten zu können,“ so der Beitrag von DAZ.online zum Gesetzestext. Für den Einsatz des digitalen Medikationsplans sollen die Apotheken ein Honorar bekommen.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/05/15/digitale-versorgung-gesetz-ti-anbindung-der-apotheken-bis-ende-maerz-2020


Am 11.05. trat das TSVG in Kraft

Das „Gesetz für schnellere Termine und bessere Versorgung“ enthält auch wichtige Aspekte zur Digitalisierung des Gesundheitswesens:

„Patienten wollen einfach, sicher und schnell auf ihre Behandlungsdaten zugreifen können. Dafür muss die elektronische Patientenakte Alltag werden. Sie verbessert auch die medizinische Versorgung. Deshalb verpflichten wir die Krankenkassen, bis spätestens 2021 ihren Versicherten solche Akten anzubieten. Wer möchte, soll auch ohne den Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte mit Smartphone oder Tablet auf medizinische Daten zugreifen können. Im Krankheitsfall ist den meisten Versicherten der ‚Gelbe Schein‘ seit vielen Jahren ein Begriff. Diese Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sollen ab 2021 von den behandelnden Ärzten an die Krankenkassen nur noch digital übermittelt werden. Apps können vor allem chronisch Kranken helfen, ihren Patientenalltag zu organisieren. Deshalb erlauben wir den Krankenkassen, in den strukturierten Behandlungsprogrammen für chronisch Kranke (DMP) digitale Anwendungen zu nutzen,“ fasst der Beitrag von krankenkassen-direkt.de die Kernpunkte nochmal zusammen.

https://www.krankenkassen-direkt.de/news/Schnellere-Arzttermine-Digitalisierung-Terminservice-und-Versorgungsgesetz-TSVG-am-11052019-in-Kraft-getreten-960083.html


Bundesärztekammer informiert über Fernbehandlung

Die Bundesärztekammer hat umfassendes Informationsmaterial rund um Telemedizin für Ärztinnen und Ärzte zusammengestellt.

„Sind die von dem Patienten beschriebenen Beschwerden für eine Beratung oder Behandlung ausschließlich über Kommunikationsmedien geeignet? Ist der Patient  in der Lage, über eine technische Plattform zu kommunizieren? Diese und viele weitere Fragen müssen mit einem klaren ‚Ja‘ beantwortet werden, bevor die Fernbehandlung beginnen kann,“ so Dr. Josef Mischo, Vorsitzender des Berufsordnungsausschusses der Bundesärztekammer.

https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/bundesaerztekammer-informiert-ueber-ausschliessliche-fernbehandlung/


Weltgesundheitsorganisation gibt Empfehlungen zur Nutzung digitaler Gesundheitstechnologien

Dabei warnt die WHO: „Telemedizin kann persönlichen Kontakt nicht ersetzen“:

„Wenn digitale Technologien nachhaltig sein und in die Gesundheitssysteme integriert werden sollen, müssen sie langfristige Verbesserungen gegenüber den traditionellen Wegen der Bereitstellung von Gesundheitsdienstleistungen nachweisen können,“ so Soumya Swaminathan, Chefwissenschaftlerin der WHO.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/05/14/who-telemedizin-kann-persoenlichen-kontakt-nicht-ersetzen


Deutscher Apothekerverband (DAV) arbeitet an eigener App für das E-Rezept

Noweda-Chef Michael P. Kuck, der zusammen mit dem Burda-Verlag ebenfalls eine solche App betreibt, freut sich über die Bewegung am Markt. Nun wird über eine Kooperation nachgedacht.

„Als apothekereigenes Unternehmen begreift Noweda den DAV nicht als Konkurrenten. Uns geht es gemeinsam mit unserem technischen Kooperationspartner apotheken.de mit unserer Plattform „IhreApotheken.de“ allein darum, eine Infrastruktur zu etablieren, die den Vor-Ort-Apotheken die Möglichkeit gibt, auf Augenhöhe mit den ausländischen Arzneimittelversendern zu agieren. Offensichtlich haben wir mit unserem Angebot einen Nerv getroffen, da sich bereits über 7.000 Apotheken daran beteiligen – Tendenz steigend. Wenn der Deutsche Apothekerverband sich in dieser Weise ebenfalls engagiert, können wir das nur begrüßen,“ so Kuck.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/05/09/der-patient-darf-beim-e-rezept-nicht-zum-beifahrer-werden
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/05/13/noweda-wir-begreifen-den-dav-nicht-als-konkurrenten
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/05/13/pro-avo-will-mit-dav-und-noweda-burda-ueber-kooperation-sprechen


Die Kassenärztliche Bundesvereinigung gibt Tipps zum TI-Installationstermin

Damit beim Anschluss an die Telematikinfrastruktur alles glattgeht, hat die KBV praktische Hinweise zusammengestellt.

„Zum Beispiel sollten besondere IT-Anforderungen geklärt werden – etwa falls der Arzt weiterhin auch von zu Hause auf den Praxisrechner zugreifen oder Internet-Telefonie nutzen will. Danach richtet sich, wie der Konnektor in das Netzwerk der Praxis integriert wird (Stichwort: Reihen- oder Parallelschaltung) und welche Sicherheitsmaßnahmen zusätzlich nötig sind,“ lautet einer der Tipps.

https://www.kbv.de/html/1150_40445.php


Erstes Zwischenfazit zur digitalen Patientenakte in Schleswig-Holstein

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein befragte nun Patientinnen und Patienten zum Pilotprojekt:

„In den ersten drei Wochen hätten 1550 überwiegend stationäre Patienten diese Möglichkeit genutzt. Die Daten stehen nicht nur dem Patienten selbst in seinem Online-Gesundheitskonto des Medizintechnik-Unternehmens Vitabook zur Verfügung; er kann diese auch für seine weiterbehandelnden Ärzte freigeben,“ gibt kma Online das Gespräch des Kliniksprechers mit der Deutschen Presse-Agentur (DPA) wieder.

https://www.kma-online.de/aktuelles/it-digital-health/detail/guter-start-fuer-digitale-patientenakte-im-universitaetsklinikum-schleswig-holstein-a-40603


Beim DAV-Wirtschaftsforum wurde #diedigitaleapotheke ausgezeichnet

Der Preis für die „Moderne Apotheke“ ging an die Maxmo-Apotheke aus Düren.

„Wenn wir Apotheken vor Ort auch in unserer digital vernetzten Welt als die Gesundheitsberater wahrgenommen und wertgeschätzt werden wollen, sollten wir uns online vereinen und unsere Stärken bündeln. Alleine haben wir hier keine Chance. ‚Online eins aber offline meins‘ ist meine Vision,“ erklärte Steffen Kuhnert, Initiator der Aktion.

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/05/13/deutsche-apotheken-awards-gehen-nach-frankfurt-und-dueren


KBV erweitert elektronische Gesundheitsdaten um aktuelle Ärztestatistik

Somit haben Nutzerinnen und Nutzer ein umfassenderes Informationsangebot zur ärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung.

„Bundesweit waren zum Jahresende 175.294 Ärzte und Psychotherapeuten in der vertragsärztlichen Versorgung tätig, ihr Durchschnittsalter lag bei 54,2 Jahren, der Frauenanteil betrug 47 Prozent: Diese und weitere Angaben aus dem Bundesarztregister für 2018 hat die KBV jetzt für ihre elektronischen Gesundheitsdaten aufbereitet und öffentlich zur Verfügung gestellt,“ heißt es in dem Beitrag der KBV.

https://www.kbv.de/html/1150_40447.php


Die Macher der DMEA stellen Aufnahmen der Veranstaltung auf YouTube zur Verfügung

Sowohl die Keynotes von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Beauftragten der Bundesregierung für Digitalisierung, Dorothee Bär, als auch Interviews und Vodcasts sind in entsprechenden Playlists abrufbar.
DMEA 2019 allgemein: https://www.youtube.com/watch?v=KFtlioaKcKU&list=PLjeC466Z_MO_iFt5VmVSSXRc-Xgqnm436
E-Health-Vodcasts: https://www.youtube.com/watch?v=8NJaM7ZOUEU&list=PLjeC466Z_MO-jNcJlOggXFPnjcTKFxLHA


Neue Podcast-Folgen

Beim „Zweikörperproblem“-Podcast war Sonja Schmalen von der Online-Plattform Psyrena für psychosomatische Nachsorge nach einer Reha zu Gast. Der „eHealth-Podcast“ schaute sich in einer Strahlentherapiepraxis in Singen um.
https://xn--zweikrperproblem-qwb.de/?p=1596
https://www.ehealth-podcast.de/folge-79-bestrahlungsplanung/


„IT-Personal ist das wichtigste Kapital“

Die Frühjahrstagung des Bundesverbandes der Krankenhaus IT-Leiterinnen/Leiter e.V. (KH-IT) betonte in Dortmund die Bedeutung von IT-Fachkräften in Krankenhäusern:

„Wertschätzung, gute Arbeitsbedingungen, Transparenz, Weiterbildungsprogramme und Führung zur Selbstständigkeit bilden bei uns den Nährboden für engagierte, zufriedene und kreative Mitarbeiter,“ sagte Dr. Werner Schneichel, Landeskrankenhaus (AöR), Andernach.

http://www.medizin-edv.de/modules/AMS/article.php?storyid=4749


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